Abitur - Das Ende der Schulzeit

Gespenstische Stille: Diese Woche wird in Pforzheim das schriftliche Abitur absolviert. © Seibel
15.03.2011

Abi-Marathon beginnt mit Deutschprüfung

PFORZHEIM. Eine Woche Vollgas geben: Landesweit haben am Dienstagmorgen die schriftlichen Abiturprüfungen begonnen. Zum Auftakt mussten die Abiturienten sich fünfeinhalb Stunden lang mit den Pflichtlektüren „Michael Kohlhaas“, „Der Besuch der alten Dame“ und „Der Prozess“ auseinandersetzten, ein Gedicht oder einen Satz interpretieren und vor allem einen langen Atem beweisen. 

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 am Hebel-Gymnasium

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 an der Fritz-Erler-Schule

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 an der Goethe-Schule

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 am Theodor-Heuss-Gymnasium

Die diesjährigen Abiturienten haben sich auf ihre Vorbereitung verlassen: Die Mehrzahl der Prüflinge wählte eine Aufgabe zur Pflichtlektüre und beschäftigten sich mit den Autoren Kleist, Kafka und Dürrenmatt. „Deutsch war ein guter Anfang, das Fach ist leicht“, stellen Saja Amim und Selin Kizilarslan vom Hilda-Gymnasium fest. Und auch Deutschlehrer Reinhard Kölmel vom Theodor-Heuss-Gymnasium bewertet die Aufgaben als „einen gelungenen Start ins Abitur“ . Seine Kollegin Heike Reifurth ergänzt, dass die Prüfung „gut machbar“ gewesen sei.

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 am Hilda-Gymnasium

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 an der Johanna-Wittum-Schule

Bildergalerie: Start ins Abi an der Heinrich-Wieland-Schule

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 am Kepler-Gymnasium

Die meisten Prüflinge an den Pforzheimer Gymnasien entschieden sich entweder für eine Interpretation zur Pflichtlektüre Kafkas „Der Prozess“ mit Bezug zur Pflichtlektüre „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist. An zweiter Stelle wählten die Abiturienten eine gestaltende Interpretation zu Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“.

Bildergalerie: Start ins Abi 2011 am Reuchlin-Gymnasium

Bildergalerie: Abistart 2011: Deutsch-Prüfungen am Hebel-Gymnasium

{element10}{element11}Einzig an der Fritz-Erler-Schule sowie an der Heinrich-Wieland-Schule wollten sich die Schüler auch anderen Themen stellen. An der Fritz-Erler-Schule verfassten 54 Abiturienten ein Essay mit dem Titel „Ware Luxus – wahrer Luxus“. Studiendirektor Rolf Kugele erklärte die Wahl der Schüler damit, dass damit etliche mit diesem Text auch ihre sprachliche Gestaltungskompetenz zeigen konnten. Zudem „soll da durchaus eine kreative Note drin sein“, so Kugele.

Auch an der Heinrich-Wieland-Schule fanden die Schüler einen besseren Zugang zum Text „Erfolgreich scheitern“. Insgesamt schrieben 42 Prüflinge über das Thema. Deutschlehrer Patrick Böhm erklärte dies damit, dass unter anderen die extrem wichtige Phase in den Einstieg ins Berufsleben thematisiert werde. Außerdem ließ die Aufgabenstellung viel Freiheit, erläuterte der Pädagoge.

Mit der Prüfung in Deutsch geht der Abi-Marathon aber erst so richtig los. In dieser Woche müssen die Schüler an den allgemein bildenden Gymnasien heute ihre Mathematikkenntnisse überprüfen lassen, es folgen die Englisch- und Französischklausuren. Ramona Deeg