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13.11.2009

Abschied von KSC-Manager Rolf Dohmen

Dass Rolf Dohmen am Saisonende den Karlsruher SC verlassen wird, ist keine Überraschung. Der Abschied des langjährigen Managers hat sich seit dem Machtwechsel im Präsidium des Fußball-Zweitligisten abgezeichnet. Dass der neue Vereinschef Paul Metzger nicht viel von seinem leitenden Angestellten hält, ist allgemein bekannt.

Auch für die Ultras unter den KSC-Fans stand der Manager, ebenso wie der kurz nach Saisonbeginn beurlaubte Trainer Edmund Becker, zu allererst für den Absturz des badischen Traditionsvereins in den vergangenen zwei Jahren. Dabei wird leicht vergessen, dass das Duo gemeinsam mit Präsident Hubert H. Raase auch für die sportliche Wiederbelebung und wirtschaftliche Gesundung des Karlsruher SC standen.
Sicher sind in den vergangenen beiden Jahren beim KSC Fehler gemacht worden. Doch die Sanierung des Vereins hatte Vorrang. Dafür haben Becker und Dohmen mehrfach auf Wunschspieler verzichtet und mussten immer wieder Schlüsselspieler ziehen lassen.
Im Sommer 2002 kam Dohmen zu einem überschuldeten Abstiegskandidaten der 2. Liga. Soll und Haben – Dohmens Bilanz nach acht Jahren kann sich sehen lassen.
Es ist immer einfach, die Fehler der Vergangenheit zu kritisieren. Die neue KSC-Führung darf nun zeigen, dass sie es besser kann.