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10.06.2008

Abschiedsbesuch von US-Präsident George W. Bush

Herzlich willkommen George W. Bush! Noch nie wurde dieser US-Präsident von den Deutschen so gerne empfangen, wie aus Anlass seiner Verabschiedung. Die Welt kann aufatmen.

Bushs Bilanz nach acht Amtsjahren fällt verheerend aus. Er hat es geschafft, das Ansehen Amerikas durch seine Kriegstreiberei schwer zu beschädigen. Er hat die US-Wirtschaft an die Wand gefahren, der Dollar ist auf Talfahrt. Er hat keine Ideen zur Lösung der Klima- und Energieprobleme  – außer in einem Naturschutzgebiet nach Öl zu bohren. So einen Präsidenten braucht niemand. Die Welt hat viele Probleme, die ohne Amerika nicht gelöst werden können. Nun geht einer der ganz großen Blockierer. Doch jetzt zu sagen: ,Es kann nur besser werden‘, reicht nicht. Deutschland muss aktiv werden und jetzt schon Ziele für die Zusammenarbeit mit McCain oder Obama formulieren. Zum Beispiel, wie eine vernünftige Afghanistan-Strategie aussehen soll. Oder wie man mit den Folgen der Finanzkrise umgeht, die in den USA ausgelöst wurde. Oder wie man gemeinsam beim Klimaschutz vorgehen kann. Nur wer eigene Ideen hat, kann mit den USA zielorientiert verhandeln.