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19.05.2009

Ärzte kontra Politik

Die Fronten zwischen Bundesregierung und Ärzteschaft in Deutschland verhärten sich zusehends. Während die einen „Sparen-Sparen-Sparen“ predigen, zeichnen die anderen ein düsteres Bild von der Rationalisierung medizinischer Leistungen. Schon heute gebe es Medizin nach Lehrbuch nicht mehr für alle.

So manchem Patienten brummt angesichts dieser Diskussion der Kopf. Ist die Gesundheit doch ein ungemein hohes Gut, das es zu schützen gilt – vor allem auch durch eine flächendeckende medizinische Versorgung.
Doch gerade dieser Aspekt wird in der aktuellen Debatte vernachlässigt. Und das, obwohl bekannt ist, dass die deutsche Bevölkerung in den kommenden Jahren älter und damit behandlungsbedürftiger wird. Gleichzeitig wandern immer mehr Ärzte ins Ausland ab – nach Großbritannien oder in die Schweiz. Dort sind Arbeitsbedingungen und Entlohnung deutlich besser. Für Deutschland bedeutet das über kurz oder lang, dass der medizinische Nachwuchs fehlen wird. Und der gesundheitspolitische Kurs der Regierung wirkt dieser Tendenz sicher nicht entgegen.