15. Dezember 2011

WirtschaftsKRAFT

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Wirtschaftskraft Nordschwarzwald
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Touristik Akademie. Foto: IHK
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Touristik Akademie
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Akademie macht Touristiker fit für den Wettbewerb

Bierwissen für Gastronomen. Ausbildung zum Qualitätscoach. Medical Wellness als Gästemagnet. Profiseminar für Online-Marketing. Englisch für Hotel-Rezeptionen und Tourist-Informationen. Zertifikatslehrgang zum Reiseleiter oder Gästebetreuer im Schwarzwald. Kalkulation und Marketing in Gastgewerbe, Reisebranche und Freizeitwirtschaft. - Diese Liste der Veranstaltungsthemen der Tourismus-Akademie Baden-Württemberg könnte um ein Vielfaches erweitert werden.

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Mehrere Tausend Tourismus-Fachleute, insbesondere Führungskräfte, waren in den vergangenen Jahren bei der Abfahrt aus Freudenstadt deutlich klüger, als bei ihrer Ankunft in dem Schwarzwälder Mittelzentrum. Grund: Der heilklimatische Kneipp-Kurort ist Sitz der Akademie. Im Jahr 1999 traf sich eine illustre Schar mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft im Freudenstädter Kongresshaus und feierte die Gründung der Experten-Schmiede für eine Branche, die sich mit den schönsten Wochen des Jahres der Bürgerinnen und Bürger beschäftigt.

Akademiesitz ist die Geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald in Freudenstadt. Ohnehin hat die IHK Nordschwarzwald die Federführung beim Thema Tourismus innerhalb der Kammern von Baden-Württemberg. Diplom-Betriebswirtin Elke Schönborn, eine ausgewiesene Spezialistin für Hotellerie, Destinationsmanagement und Reiserecht, leitet die Akademie. Seit mehreren Jahren ist Schönborn zudem nebenberuflich als Dozentin an verschiedenen Hochschulen in Deutschland und auf Mallorca aktiv.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer decken die gesamte Bandbreite der Branche ab. Dazu zählen neben Kur und Tourismus auch Hotel- und Gaststättengewerbe, außerdem die Reisebranche und Dienstleister und produzierende Unternehmen in den Tourismusgebieten. Sie alle können sich komprimiert über neueste Entwicklungen informieren und sich zu zahlreichen Segmenten der Branche schulen lassen. Unterdessen wird der Freudenstädter Einrichtung nachgesagt, dass sie „nicht nur Trends aufgezeigt hat, sondern Geburtshelfer mancher Trends gewesen ist“, wie aus dem Wirtschaftsministerium verlautet. Als Kompetenzdrehscheibe mit Raum für Erfahrungsaustausch und Qualifizierung bezeichnete IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler die Akademie.

Zwar sei der Tourismus eine der wenigen Wirtschaftsbranchen, die weltweit noch Wachstumspotenziale haben. Allerdings, macht Keppler deutlich: „Die Marktbedingungen werden schwieriger.“ Knappe Mittel der öffentlichen und privaten Haushalte, steigender Konkurrenzdruck und anspruchsvollere Gäste stellen demnach immer größere Anforderungen an die Qualifikation aller Beschäftigten im Tourismus und dessen Umfeld. Eine große Chance sieht der IHK-Hauptgeschäftsführer im Dialog zwischen Tourismusverantwortlichen und Vertretern anderer Branchen. Das Ziel: Aus Erfahrungen zu lernen und gute Lösungsansätze für ähnliche Problemstellungen in der eigenen Branche nutzbar machen. „Gerade dieser Dialog soll im Mittelpunkt der Tourismus-Akademie Baden-Württemberg stehen.

Initiator der Einrichtung ist Roger Heidt, damals Geschäftsführer der Tourismus-Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW), heute Erster Bürgermeister der Stadt Pforzheim. Heidt trat vor über zehn Jahren mit einer Idee an den damaligen IHK-Hauptgeschäftsführer Achim Rummel heran: Für die Touristiker der Region sollte ein Netzwerk geknüpft werden, es sollten der Austausch von Ideen, Wissen und Erfahrung möglich sein und es sollte ein Kreativpool geschaffen werden. Das wird inzwischen erfolgreich umgesetzt.

 

www.tourismus-akademie.de

Autor: VON GERD LACHE

16.12.2011

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