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19.08.2009

Aktionsplan zum Elektroauto

Deutschland soll nach dem Willen der Bundesregierung bis 2020 zum Vorreiter bei Elektroautos werden. Ein ganz wunderbarer Plan – wäre er nicht so offensichtlich dem Wahlkampf geschuldet.

Zwar betonen sowohl SPD als auch CDU, wie wichtig es sei, alternative Antriebe voranzubringen – zweifellos der richtige Ansatz. Finanzielle Förderungen für diese neuen Technologien soll es gleichwohl nicht geben. Woher sollten die Mittel für eine Subvention auch kommen? Schließlich wurden in Form der Abwrackprämie gerade erst Unsummen für den Kauf von 1,2 Millionen Neuwagen ausgegeben – unabhängig von Umweltfreundlichkeit oder Antrieb der Fahrzeuge.
Jedenfalls wurde ein ursprünglich angepeilter Zuschuss für die ersten 100 000 Elektroautos bereits verworfen. Was bleibt, sind hohe Batteriekosten der sogenannten Stromer und eine bislang kaum vorhandene Strom-Tankstellen-Infrastruktur. Beides Dinge die den Kauf eines Elektroautos im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor wenig attraktiv machen.
Was aber den Aktionsplan letztlich zu einer Anti-Aktion der schwarz-roten Koalition macht, ist die Tatsache, dass Länder wie Großbritannien, die USA und China längst Anreize für Entwicklung oder Kauf von Elektroautos setzen. Japanische Konzerne werden bereits im kommenden Jahr E-Autos in Serie produzieren. Und Deutschland? Deutschland schaut dabei zu und wartet lieber noch ein bisschen ab.