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12.09.2008

Altkanzler Schmidt und sein Angriff auf Lafontaine

Zwei Dinge sind in Deutschland bislang nie gut ausgegangen: Nazi- oder Hitler-Vergleiche und Kritik an SPD-Altkanzler Helmut Schmidt. Letzter hatte längst die Rolle des elder statesman hinter sich gelassen und den Status des Unangreifbaren erreicht. Damit ist es jetzt vorbei.

Mag ja sein, dass Schmidts Äußerung die Überzeugung zugrunde liegt, dass man einen demagogischen Schaumschläger wie Lafontaine nur mit dessen eigenen Mitteln und nicht mit ernsthaften Argumenten bekämpfen kann. Gerade diesen Vergleich aber hätte Schmidt sich besser geschenkt. Denn ein schöneres Geschenk zu Lafontaines 65. Geburtstag am morgigen Dienstag hätte Schmidt dem Linkspopulisten gar nicht machen können, als ihn mit Hitler in Verbindung zu bringen. Lafontaine sagt danke und kassiert erfreut die voraussehbare öffentliche Empörung – nicht nur der Linken.