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30.09.2008

Arbeitsmarktzahlen im September

In krisengeschüttelten Zeiten freut man sich auch über völlig normale Entwicklungen. Normal ist, dass der Arbeitsmarkt nach den Sommerferien seine Herbstdynamik entwickelt und damit wieder mehr Menschen einen Job verschafft.

Ungewöhnlich ist es dieses Mal trotzdem. Denn nach den seit Monaten andauernden düsteren Konjunkturprognosen wäre es durchaus möglich gewesen, dass sich die deutschen Unternehmen beim Schaffen neuer Arbeitsplätze zögerlich verhalten hätten. Unter anderem ist dies offenbar dank ausreichend vorhandener Auftragspolster aus dem Exportgeschäft nicht geschehen.

Indes: Was die Pessimisten unter den Wirtschaftsauguren nicht geschafft haben, könnte die Finanzkrise herbeiführen: den massiven Abbau von Arbeitsplätzen. Sollte es Banken und Politik nicht gelingen, das Vertrauen in die Wirtschaft wieder herzustellen, dann wird die Arbeitsmarktstatistik bereits zum Jahresende deutlich mehr Jobsuchende erfassen. Angesichts dieses drohenden Fiaskos ist das Normale schon eine freudige Nachricht.