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30.06.2009

Arbeitsmarktzahlen in Pforzheim

Der künftige Oberbürgermeister Gert Hager weiß es – das hat er im Wahlkampf deutlich gemacht. Und das Heer der Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfänger in Pforzheim weiß es schon lange: In der Goldstadt müssen tiefgreifende strukturelle Veränderungen vorgenommen werden, um einerseits das massive Job-Sterben aufzuhalten und andererseits mehr Arbeitsplätze in diese Stadt zu bringen. Hager ist unter anderem Dozent an der Freiburger Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie im Fach kommunale Beschäftigungsförderung. Insofern haben die Bürger berechtigte Hoffnung, dass ihnen künftig ein ausgewiesener Experte an der Verwaltungsspitze den Weg aus der Misere weisen wird.

Hohe Erwartung

Die im Monatsrhythmus bekannt gegebenen Zahlen der Arbeitsagentur belegen ein ums andere Mal, dass diese Stadt nicht ausschließlich auf das Argument der Finanz- und Wirtschaftskrise verweisen kann, wenn die Frage nach der hohen Arbeitslosenquote gestellt wird. Krise ist auch in anderen Städten. Und dennoch kommt im Südwesten keine davon auf eine zweistellige Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent. Auch in besseren Zeiten dümpelte die Goldstadt im unteren Bereich der Arbeitsmarkt-Rangliste und signalisierte, dass Handeln vonnöten ist.

Künftig wird die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten nicht nur eine mehr oder weniger traurige Darstellung der Pforzheimer Situation sein. Sie wird den neuen Oberbürgermeister allmonatlich an seine im Wahlkampf verkündete Priorität erinnern, nämlich: über die Förderung der Wirtschaft für mehr Jobs zu sorgen. Die Erwartung an Hager ist hoch. Sehr hoch.