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02.06.2009

Asienreise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft

Die Asienreise der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist sportlich so spannend wie ein Sack Reis, der in China umfällt. Ob die Spiele gegen China und die Vereinigten Arabischen Emirate wenigstens ökonomisch sinnvoll sind, wird seit Tagen lebhaft diskutiert.

Der sportliche Wert der Reise tendiert gegen null. Welche Erkenntnisse sollte Bundestrainer Joachim Löw auch gewinnen mit einer von der langen Fußball-Saison ausgelaugten Rumpftruppe? Überhaupt hat sich in den vergangenen Jahren immer öfter gezeigt, dass Deutschlands Elitekicker in Freundschafts- oder Testspielen nur mäßig motiviert sind. So ist das auch dieser Tage in Asien, trotz aller gegenteiliger Beteuerungen.
Wirtschaftlich und strategisch, so verlautet aus der Chefetage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), sei die Reise sehr wohl von Belang. Das DFB-Team und die Bundesliga wollen sich auf dem lukrativen asiatischen Markt als starke Marke präsentieren, betont Oliver Bierhoff, der Manager der Nationalmannschaft, gebetsmühlenartig. Eine starke Marke ist das deutsche Team aber nur dann, wenn auch die stärksten Spieler dabei sind. Das ist nicht der Fall, denn der Zeitpunkt dieser Reise ist außerordentlich schlecht gewählt.