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02.04.2008

Aufgeflogen

Dass Leiharbeit nicht im besten Ruf steht und nicht nur in Deutschland kontrovers diskutiert wird, ist nichts Neues. Doch selbst deren entschiedenste Gegner dürften bei der Handlungsweise der britischen Fluggesellschaft „flybe“ ihren Widerstand zumindest zeitweise aufgeben, hat besagte Fluglinie doch 172 Leiharbeiter dafür bezahlt, von England nach Irland zu fliegen.

Zwischen 40 und 50 Euro nebst kostenlosem Bordservice gab es für die „arbeitslosen“ Leiharbeiter. Nun besteht das  Management von „flybe“ weder aus unverbesserlichen Menschenfreunden noch ist es komplett durchgedreht. Denn es geht für „flybe“ um viel Geld: Genauer gesagt um 280 000 Pfund, also 353 308 Euro. Denn diese sollte die Gesellschaft bei Erreichen von 15 000 Passagieren bis Montag auf besagter Route vom Flughafen Norwich nach Dublin erhalten. Und dafür fehlten genau 172 Passagiere... Nun dürfte sich das einfallsreiche Management zu früh gefreut und die Leiharbeiter wirklich für Nichtstun Geld kassiert haben. Denn die Flughafen-Gesellschaft in Norwich fand den Vorgang, den man durchaus als Aprilscherz hätte interpretieren können, ganz und gar nicht witzig. Deshalb wird die einfallsreiche Fluglinie nun auch um 280 000 Pfund ärmer bleiben, da die Quote mit „zahlenden“ und nicht bezahlten Passagieren hätte erreicht werden müssen.  tw