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Ein Auto rast auf der A2 in einen Gefahrguttransporter. Ein Feuer bricht aus. Es besteht Explosionsgefahr. Die Polizei rechnet mit mindestens einem Toten. © dpa
Mitarbeiter der Feuerwehr und der Polizei sperren am 17.10.2016 nach einem Unfall bei Bornstedt (Sachsen-Anhalt) die Autobahn 2 ab. Im Bördekreis ist ein Gefahrguttransporter verunglückt. Es besteht Explosionsgefahr. © Matthias Strauß/dpa
17.10.2016

Auto gerät unter Gefahrguttransporter - Ein Toter - Explosionsgefahr gebannt

Bornstedt. Auf der A2 bei Magdeburg ist ein Auto in einen Gefahrguttransporter gefahren. Der Wagen aus dem Raum Stendal rutschte unter den Sattelauflieger und fing Feuer, wie die Polizei in Magdeburg mitteilte. Der Autofahrer sei bei dem Unfall vermutlich ums Leben gekommen.

Bildergalerie: Gefahrguttransporter auf A2 verunglückt - Explosionsgefahr

Ob sich weitere Menschen im Wagen befanden, blieb zunächst unklar. Rettungskräfte durften erst einmal nicht an den Wagen heran. Der Brand wurde laut Polizei noch am Morgen gelöscht. Eine zwischenzeitlich bestehende Explosionsgefahr konnte so gebannt werden. Der Transporter hat laut den Angaben elf Tonnen der hochexplosiven Flüssigkeit Trimethylaluminium geladen.

Die Autobahn wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Auf den Umleitungsstrecken kam es wegen dichten Verkehrs zu Staus und Behinderungen, wie eine Sprecherin der Autobahnpolizei sagte.

Der 50 Jahre alte Lastwagenfahrer gab bei der Polizei an, er habe bei seiner Fahrt zwischen Bornstedt und Irxleben in Richtung Berlin eine Erschütterung und starken Funkenflug am Heck bemerkt. Der Mann lenkte seinen Lastwagen auf den Standstreifen und bemerkte das Auto unter dem Sattelauflieger. Sein Versuch, das entstandene Feuer selbst zu löschen, blieb erfolglos. Er selbst konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen.

Nach dem Löschen des Feuers kühlten Feuerwehrkräfte den Gefahrguttransporter jedoch weiter mit Wasser ab. Sie versuchten so, die hohe Temperatur zu senken. Wie lange die Bergung dauert, konnte die Sprecherin der Autobahnpolizei zunächst nicht sagen. Es müsse Spezialtechnik angefordert werden, um die Behälter mit dem Gefahrgut umzuladen. Die Behälter seien jedoch unbeschädigt. Autofahrer müssten sich daher zunächst auf anhaltende Behinderungen durch die komplett gesperrte Autobahn einstellen.