
Das Rote Kreuz Pforzheim braucht einen Baby-Notarztwagen. Die Björn-Steiger-Stiftung hat einen. Was spricht also dagegen, dass eine DRK-Besatzung den Steiger-Stiftungswagen fährt? Nichts. Selbst wenn die Chemie zwischen dem DRK und der Steiger-Stiftung nicht stimmt, können Verträge so ausgehandelt werden, dass beide Seiten damit leben können.
Was seit 1974 beim Roten Kreuz Stuttgart erfolgreich läuft, dürfte auch beim DRK Pforzheim nicht unmöglich sein. Das DRK müsste keine eigene Baby-NAW-Besatzung stellen, wenn sie das neue Fahrzeug neben ihren Rettungswagen stellt und bei einem Frühchen-Einsatz den Wagen wechselt. Den Babys in Not ist es egal, welches Logo auf dem Rettungsfahrzeug steht. Mit ein bisschen gutem Willen beider Parteien, die sich wegen des Kampfs um Spendengelder bekriegen, müsste es möglich sein, dass die gesamte Goldstadt von einem Rettungsfahrzeug profitiert, das nach modernsten Erkenntnissen ausgestattet ist. Spendengeld-Neid ist kein Grund, dass das Projekt scheitert.
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