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30.12.2009

Barack Obama kämpft an allen Fronten

Nur dank viel Glück und dem beherzten Eingreifen einiger Passagiere an Bord des Delta-Airbus endet das Jahr 2009 für US-Präsident Barack Obama nicht in einer Katastrophe. Das Versagen der Sicherheitskräfte ist unterdessen eine Blamage für die einst so mächtige und mittlerweile so verwundbare Nation. Und sie ist Wasser auf die Mühlen der Obama-Kritiker.

Der Präsident ist angeschlagen. Was helfen da noch Friedensnobelpreis und die guten politischen Ansätze zu Beginn seiner Amtszeit? Obama kämpft zwischenzeitlich an allen Fronten. Und seine Umfragewerte zeigen stetig nach unten. Daran kann auch der innenpolitische Erfolg mit der Gesundheitsreform, die beide Häuser des Kongresses mittlerweile gebilligt haben, kaum etwas ändern.

Nicht zuletzt das magere Ergebnis des UN-Klimagipfels wird auch ihm maßgeblich angelastet. Das kratzt am Image und schürt vor allem in anderen Teilen der Welt – insbesondere in Europa – den Verdacht, dass Obamas Regierungskünste begrenzt sind.

Mr. President war als kraftvoller Tiger, als Hoffnungsträger für eine bessere Welt gestartet. Knapp zwölf Monate später findet er sich auf dem harten Boden der politischen Realitäten wieder. Sein Kredit scheint allmählich aufgebraucht zu sein.