

PFORZHEIM. Sie wollen nichts weiter, als eine Moschee in Pforzheim, in der sie beten können. Ihr Motto lautet: „Liebe für alle, Hass für keinen.“ Die CDU hegt bei der Glaubensgemeinschaft „Ahmadiyya Muslim Jammat“ jedoch erhebliche Zweifel an deren Grundgesetztreue und lehnt den Bau eines Glaubenshauses deshalb strikt ab (die PZ berichtete).
Jetzt beschäftigen sich die Ahmadiyya-Muslime mit einem neuen Projekt. Ihre Moschee soll nicht mehr auf der Wilferdinger Höhe erbaut werden, sondern an einen zentraleren Standort in Pforzheim rücken. Dann wird der Gemeinderat abermals entscheiden müssen.
Auch „integrationsfeindliche Verhältnisse“ werfen die Christdemokraten der muslimischen Minderheit vor. Hossein Fatimi von der Christlich-Islamischen Gesellschaft ist da anderer Meinung: „Ich schätze die Glaubensgemeinschaft der Ahmadiyya als sehr friedliche Muslime ein, die ein großes Interesse an der deutschen Gesellschaft zeigen.“
Auch für den Verfassungsschutz Baden-Württemberg stellt die Gruppierung „kein Beobachtungsobjekt“ dar. „Uns sind keine verfassungswidrigen Handlungen der Ahmadiyya bekannt“, sagt Clemens Homoth-Kuhs. „Der Islamismus, der uns Sorge bereitet, hält sich auch nicht unbedingt in Moscheen und somit im Licht der Öffentlichkeit auf.“ Homoth-Kuhs begrüßt deshalb das Erbauen von Moscheen generell, weil die Mitbürger sich dann auch ein Bild von der jeweiligen Glaubensgemeinschaft bilden können – beispielsweise bei einem Tag der offenen Tür. „Es ist besser, der Islam ist in der Öffentlichkeit präsent, als wenn er an den Rand gedrängt wird“, sagt Homoth-Kuhs.
Autor: Anke Baumgärtel





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