

PFORZHEIM. Bei Gerhard Barals Motto „Lieber regnet es jetzt, als in einer Woche beim Musik- und Theater-Festival“ schwingt trotz des zur Schau getragenen Optimismus eine Spur von Unsicherheit mit. Doch auch Andreas Mürle, Vorsitzender des mitveranstaltenden Penn-Club 2000, geht laut Prognosen für den 30. und 31. Juli von einer „90-prozentigen Wahrscheinlichkeit für trockenes Wetter“ aus.
Im Augenblick überwiegt zudem die Freude, dass trotz wirtschaftlicher Krisenzeiten das Festival überhaupt über die Bühne gehen kann. Zu verdanken sei dies einem vor drei Jahren gefassten Beschluss des Pforzheimer Gemeinderates, der neben der finanziellen Engagement des Landes und vieler Sponsoren die Finanzierung des um einen Tag verkürzten Festivals sicherstellt. Mürle erinnerte in diesem Zusammenhang auch an das Engagement von 100 ehrenamtlichen Helfern. „61 Künstler aus sieben Ländern in 14 Ensembles werden mit 31 Aufführungen bei den ,Sommersprossen 2010‘ zu erleben sein“, erläutert Osterfeld-Geschäftsführer Baral.
Wobei für ihn ebenso wie für Mürle die Veranstaltungen am Samstag in der Fußgängerzone unverzichtbar sind. Hier können die Besucher Gruppen wie das „Theater Irrwisch“ oder die Mabo-Band aus Italien hautnah erleben, ebenso wie die ungewöhnliche Tanztheatergruppe „Motionhouse“ oder das „Bot Projekt“ aus Spanien. Ebenso wie das Schweizer Ensemble „DaMotus“ seien diese Projekte speziell für den öffentlichen Raum entwickelt worden. Wie die Veranstaltungen in der Innenstadt, ist auch die Eröffnung am Freitagabend mit dem „Don Quiote“-Projekt des „Theater Gajes“ und dem ungewöhnlichen Ballett von „Ulik & Le Snob“ zu Musik von Philipp Glass und Michael Nyman kostenlos.
Einzig der Abschluss am Samstag ab 18.30 Uhr im Enzauenpark kostet zehn Euro Eintritt. Zum Auftakt ist hier die Penthouse Jazz-Band zu erleben, bevor es die Wiederholung des „Theater Gajes“ gibt. Im Zentrum stehen für Baral die Premieren des Abends, das „Theater Lufttanz“ mit „Spiegelwelt“ und das Finale mit dem Musikfeuerwerk zu Rick Wakemanns „Journey to the Centre of the Earth“.
Baral und Mürle sehen es als Anerkennung für das Festivals an, dass solche Premieren in Pforzheim stattfinden. Während „Lufttanz“ als Grundlage Lewis Carolls „Alice hinter den Spiegeln“ nimmt, soll die Verbindung von Laser, Pyrotechnik und der Musik Wakemans für einen überwältigenden Ausklang sorgen. Thomas Weiss





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