11. Juni 2012
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass ein mit giftigen Chemikalien beladener Lastzug ausbrannte und dadurch die Umwelt vergiftet hätte.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte verhindert werden, dass ein mit giftigen Chemikalien beladener Lastzug ausbrannte und dadurch die Umwelt vergiftet hätte.
© Ketterl

Chemiekalien-Lkw gerät bei A8-Raststätte in Brand

Pforzheim. Ein mit Gefahrgut beladener Lastzug ist am Sonntag um 23 Uhr auf der Steigungsstrecke der Autobahn zwischen Pforzheim-Ost und der Rastanlage in Brand geraten. Der Fahrer schaffte es noch, das Gefährt in den Bereich der Abzweigung zur Raststätte zu fahren, um den Verkehr auf der A8 nicht zu blockieren. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an, denn der Sattelzug transportierte 2500 Liter zum Teil hochgiftige Chemikalien. 

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Bildergalerie: Chemikalien-Lkw brennt bei A8-Raststätte
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Neben der Berufsfeuerwehr waren die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr aus Eutingen, Dillweißenstein und dem Haidach im Einsatz. Der Motorraum und das Führerhaus brannten vollständig aus. Um 23.45 Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Allerdings konnte nicht verhindert werden, dass der Laderaum des 18-Tonners in Mitleidenschaft gezogen wurde und im Inneren die Verpackung der dem Führerhaus am nächsten liegenden Beladung kurzzeitig brannte.

Und genau in diesem Bereich standen die Chemikalien-Container. Hier waren unter anderem mehr als 2500 Liter zum Teil hochgiftige Chemikalien in flüssiger und Pulverform in Kunststofffässern gelagert.

Die Männer und Frauen unter der Einsatzleitung von Feuerwehrkommandant Volker Velten konnten jedoch verhindern, dass die Flammen im Ladedraum auf das restliche Ladegut übergriffen. Dazu zählten Rasenmäher, Kaffeemaschinen und Mittel zur Schädlingsbekämpfung.

"Da haben wir sehr viel Glück gehhabt, denn auf den Fässern waren auch Aufkleber, die Fischesterben symbolisieren. Nicht auszudenken, wenn etwas davon mit dem Löschwasser in die Enz gelangt wäre", erkärte ein Behördenvertreter vor Ort. Einige der Fässer waren durch die Hitze bereits beschädigt. Ob doch irgendwie Chemikalien mit dem Löschwasser in die Kanalisation gelangt sind, muss noch untersucht werden. Ein Vertreter des Umweltamtes war vor Ort.

Wegen der kritischen Oberflächenentwässerung hatte der Einsatzführungsdienst der Feuerwehr bereits auf der Anfahrt die untere Umweltbehörde sowie die Autobahnmeisterei verständigen lassen. Eine Identifizierung der gefährlichen Ladung war aufgrund der verbrannten Ladepapiere zunächst nicht möglich, weshalb ein zeitintensiver Entladevorgang begann, der sich bis 2.30 Uhr hinzog. Parallel dazu wurde der Inhalt der Kraftstofftanks in besondere Behältnisse der Feuerwehr abgepumpt und gesichert.

Hierzu wurden weitere Logistikfahrzeuge der Feuerwehr inklusive Hubstapler sowie einem privaten Bergungsunternehmen eingesetzt. Die Bergung der insgesamt über 60 Fassgebinde (rund 3,8 Tonnen) erfolgte unter Sonderschutzkleidung und mit aller größter Sorgfalt. Der Inhalt der überwiegenden Fässer mit Gefahrgutkennzeichnung bestand aus einer weißen, festen und rieselförmigen chemischen Grundsubstanz zur Weiterverarbeitung im Industriebereich, von denen letztlich 11 Gebinde zu je 20 Kilogramm durch die enorme Hitze beschädigt waren.

Während die beschädigte Ware in spezielle dicht schließende Behältnisse der Feuerwehr eingestellt wurden, konnte die übrige Ladung in den bereit gestellten Ersatztransporter der Bergungsfirma verbracht werden. Der völlig beschädigte Lkw wurde samt der gefährlichen Ladung in den frühen Morgenstunden an einen sicheren Ort verbracht.

Im Einsatz waren ingesamt 36 Kräfte der Abteilung Berufsfeuerwehr sowie der Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Eutingen, Haidach und Dillweißenstein mit 13 Fahrzeugen. Die Hauptfeuerwache war über den Zeitraum mit Beamten der Freiwache besetzt. Zur Brandbekämpfung wurden rund 7.500 Liter Löschwasser sowie 50 Liter Mehrbereichsschaummittel eingesetzt.

Sowohl das Umweltamt des Enzkreises als auch Vertreter der Autobahnmeisterei waren zur Unterstützung Vorort. Die Autobahn in Richtung Stuttgart musste zunächst voll gesperrt werden, ehe gegen Mitternacht der Verkehr auf zwei Spuren wieder frei gegeben werden konnte. Eine bedenkliche Umweltverschmutzung konnte nach ersten Erkenntnissen in der Nacht ausgeschlossen werden. Der Sachschaden dürfte bei 90.000 Euro liegen. Gerhard Ketterl/fw

11.06.2012

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haidacher
11.06.2012
Chemiekalien-Lkw gerät bei A8-Raststätte in Brand

Na wenn da mal nicht gegen die Sicherheitsauflagen verstoßen wurde. Riesige Mengen Fungizide zusammen mit Kaffeemaschinen in einem DHL-Laster. Sehr fragwürdig diese Art von "Gefahrguttransport" mehr...

hohwarter
11.06.2012
Chemiekalien-Lkw gerät bei A8-Raststätte in Brand

ein glück, dass man nicht alles weis, was in den kisten so transportiert wird, ob als gefahrgut deklariert oder auch nicht. heute gefahrgut, morgen lebensmittel..... mehr...

And1
11.06.2012
Chemiekalien-Lkw gerät bei A8-Raststätte in Brand

Entschuldigung - aber ist das auf dem Foto wirklich ein Sattelzug? Sieht eher nach Wechselpritsche aus... mehr...

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