nach oben
16.03.2009

Computerspielen bestimmt Freizeit vieler junger Leute

Klar macht das Spaß: Am Computer Autorennen fahren, rumballern, in Rollen schlüpfen. Keiner, der heute erwachsen ist, sollte behaupten, dass es für ihn nie in Frage gekommen wäre, täglich Stunden spielend am PC zu verbringen. Gerade da lauert das Problem: Zu groß ist die Verlockung, zu wenig offensichtlich sind die Gefahren, die ausuferndes Zocken mit sich bringt.

Deshalb geht es nicht, dass Eltern und Staat sich einfach raushalten – auch wenn das den meisten Teenagern sicher am liebsten wäre. Im Gegenteil: Kontrolle wird immer wichtiger. Dabei geht es aber eben nicht nur um Inhalte sondern auch um die Spieldauer. Wer sich stundenlang in Computerwelten herumtreibt, verliert irgendwann das Gefühl für die Wirklichkeit.

Deshalb wird niemand gleich zum Amokläufer, sehr wohl aber unter Umständen zu einem Menschen mit sozialen Defiziten, die nur schwer wieder wettzumachen sind. Online ein Superheld zu sein, genügt nicht – das wahre Leben findet immer noch jenseits der virtuellen Realität statt. Im Grunde ist es ganz einfach: Um den Alltag zu meistern, muss man ihn halt auch erleben.