

Unter den rund ein Dutzend Universitäten, Instituten und Akademien mit insgesamt über 110 000 Jung-Akademikern ist die Staatliche Technische Universität mit über 35 000 Studierenden (darunter 15 000 Fernstudenten) die größte, wenn auch nicht die älteste. Gegründet wurde sie 1930 als Sibirisches Bergbauinstitut. Den heutigen Namen trägt sie seit 1994. Sie ist nach Aussage ihres für internationale Beziehungen zuständigen Prorektors Oleg Repetzky die einzige Einrichtung ihrer Art in Irkutsk mit ausgeprägtem Campus-Charakter samt zwölf Wohnheimen mit insgesamt 5500 Plätzen, einem Sportstadion, einer Bibliothek mit über zwei Millionen Büchern und einem Hörsaal mit 1200 Plätzen, den sogar Firmen wie Flugzeughersteller für ihre Präsentationen nutzen.
Die Uni hat 18 Fakultäten, wovon 60 Prozent auf die technischen Disziplinen entfallen. Man pflegt engste Verbindungen mit Industriebetrieben und belegt im Bereich Technik beim nationalen Ranking den 18. Platz unter 600 gelisteten Hochschulen in Russland. Die Studiengebühren liegen je nach Fakultät zwischen 45- und 60 000 Rubel (also bis zu über 1600 Euro) im Jahr. Durch die Gebühren finanziert sich die Technische Universität zu 60 Prozent selbst.
70 Prozent aller Studenten stammen nicht aus Irkutsk. Die Uni unterhält Kontakte zu Hochschulen in 17 Ländern. Fünf davon befinden sich in Deutschland. Bei einem Besuch in Pforzheim wurden Verträge über den Austausch von Master-Studenten unterzeichnet. Das Projekt soll im kommenden Wintersemester anlaufen.





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