

PFORZHEIM. Mit mehreren Klausursitzungen will die angeschlagene CDU ihre Orientierung zurückgewinnen. Personelle Veränderungen in Partei und Fraktion sind nicht ausgeschlossen, einzig Stefan Mappus steht nicht in Frage.
Dass man ihn schon vermissen würde, so lange er noch da ist, hat der altgediente CDU-Stadtrat Alois Amann so vermutlich auch nicht erwartet. Eine „Allzweckwaffe“ wie der frühere Fraktionsvorsitzende fehle nun ganz einfach, sagt ein prominenter Pforzheimer Christdemokrat.
„Die CDU hat sich in ihrer neuen Lage noch nicht gut wiedergefunden“, analysiert ein anderer. Am Montagabend tagte die Gemeinderatsfraktion, und Teilnehmer berichten von Rat- und Orientierungslosigkeit angesichts der jüngsten Niederlagen bei Kommunal- und OB-Wahl. Zumindest die Ratlosigkeit soll ein Ende haben.
In mehreren Klausursitzungen in den kommenden Wochen wollen Kandidaten, alte und neue Stadträte Ursachenforschung und die zukünftige Richtung besprechen, wie der Stadtverbands-Vorsitzende Wolfgang Schick sagt. Dabei werde auch Thema sein, ob der Verzicht auf einen eigenen CDU-Kandidaten für die OB-Wahl falsch war.
„Die Bündelung der OB- und der Kommunalwahl könnte ein Fehler gewesen sein“, räumt Schick ein. Keine Prognose mochte er abgeben, ob er an der Spitze des CDU-Stadtverbands bleibt. „Ob ich weiter zur Verfügung stehe, hängt auch davon ab, wie die Gremien das sehen“, sagt Schick.
Nach PZ-Informationen gibt es auch Ansätze, die Führung der Gemeinderatsfraktion zu verändern. Einzig Stefan Mappus, der seine Partei frühzeitig auf die Unterstützung Christel Augensteins festgelegt hatte, steht derzeit hinter vorgehaltener Hand in der Kritik, aber nirgends als Kreisvorsitzender in Frage.
Autor: marek klimanski





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