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22.06.2009

Diskussion um Rente mit 67

Nichts eignet sich besser für ein erneutes Entfachen der Debatte um die Einführung der Rente mit 67, als die aktuelle Wirtschaftskrise. Schließlich hat sich die Lage am Arbeitsmarkt auch für Ältere seit Anfang 2009 rasant verschlechtert.

Sinnvoll ist die erneute Diskussion deshalb jedoch noch lange nicht. Schließlich wurde die Reform des Renteneintrittsalters vor zwei Jahren nicht aus einer Laune heraus beschlossen. Es gab und gibt handfeste Gründe, die sich auch durch eine Wirtschaftskrise nicht in Wohlgefallen auflösen.
Fakt ist: Die Zahl der alten Menschen steigt stetig. Ebenso deren Lebenserwartung, was eine längere Rentenbezugsdauer bedeutet. Gleichzeitig stagniert die Geburtenrate. Schätzungen gehen davon aus, dass bis 2030 auf einen Rentner je ein junger berufstätiger Mensch kommt – diejenigen, die die Renten erwirtschaften.
Die schrittweise Einführung der Rente mit 67 ab dem Jahr 2012 leistet mithin einen ganz entscheidenden Beitrag dazu, dass das Rentenversicherungssystem auch künftig finanzierbar bleibt. Ein Zurückrudern zum jetzigen Zeitpunkt ist gegenüber den nachfolgenden Generationen unverantwortlich. Daran ändert auch die Krise nichts.