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11.12.2008

Düstere Wirtschaftsaussichten

Nein, schönzureden gibt es in der augenblicklichen Situation nichts. Ein „Augen zu und durch“ wäre zynisch gegenüber den Menschen, die wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise – auch in Pforzheim und der Region – ihren Arbeitsplatz verloren haben oder noch verlieren werden. Aber mit reiner Schwarzmalerei ist ihnen auch nicht geholfen. Was her muss, sind Perspektiven.

Der augenblickliche Aktionismus, beispielsweise das Gerede von Konsumgutscheinen, ist ebenso kontraproduktiv wie das lapidare „Um neue Schulden werden wir nicht herumkommen“.
Im Gegensatz zu Frankreich ist Deutschland heute dank eines einigermaßen soliden Staatshaushalts zwar in der Lage, mit verschiedenen Maßnahmen die Konjunktur anzukurbeln. Aber klar ist, dass Schulden, die heute gemacht werden, den Handlungsspielraum morgen einengen. Und die Geschichte der Bundesrepublik hat gezeigt, dass mit schöner Regelmäßigkeit alle sieben bis zehn Jahre eine Rezession kommt.
Politik und Wirtschaft müssen deshalb Pläne entwickeln, die über das kommende Krisenjahr hinausgehen, damit es dann langfristig wieder aufwärts gehen kann. Und das wird es nur, wenn neue Jobs entstehen. Denn eine niedrige Arbeitslosenzahl ist der maßgebliche Faktor, an dem das Wohl und Wehe der deutschen Konjunktur hängt.