15. Dezember 2011

WirtschaftsKRAFT

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Wirtschaftskraft Nordschwarzwald
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Eberhard Hagmann
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Edel-Designer mit dem Hang zum Vernetzen

Eberhard Hagmann ist voll des Lobes über den Standort Nordschwarzwald: „Es gibt in der Region ein beachtliches Innovationspotenzial an Tüftlern und Denkern. Man muss dieses Netzwerk nur knüpfen und nutzen, dann hat man Zugriff auf die besten Techniker und Handwerker“, ist der Designer überzeugt. Ebenso lobt er die Nähe zu den akademischen Einrichtungen: „Ein großer Teil unserer Mitarbeiter kommt von der Hochschule Pforzheim.“ Er appelliert an die ansässigen Unternehmen, sich noch intensiver zu vernetzen: „Das ist ein Vorteil für alle Beteiligten.“

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Hagmann ist Inhaber und Chefdesigner des Kreativbüros IDEA-Design mit Sitz in Ölbronn im Enzkreis. Zudem ist er an einigen anderen Unternehmen verschiedener Branchen beteiligt. Alle haben sie eines gemeinsam: „Wir bedienen uns des Potenzials im Nordschwarzwald.“ Hochwertige Feinwerktechnik und bodenständige Handwerkskunst vereinigen sich in der Region mit einem gewaltigen Innovationsfundus, ist der Unternehmer Hagmann überzeugt.

Eines von Hagmanns Vorzeigeprojekten: Für den österreichischen Edelhersteller und Marktführer Buben& Zörweg (B&Z) entwickelt und produziert er in einer gemeinsam gegründeten Firma sogenannte Zeit-Objekte. Das sind hochwertige Auf­bewahrungsvitrinen mit Uhrenbeweger, in denen edle Automatikuhren auf Trab gehalten werden. Zum einen bleibt der Zeitanzeiger damit im nicht getragenen Zustand betriebsbereit. Besonders vorteilhaft ist dies bei komplizierten technischen Einrichtungen wie ewiger Kalender oder Mondphasenanzeige. Sie bei stehengebliebenem Werk jedes Mal neu einzustellen, wäre sehr aufwendig. Überdies können wertvolle Sammlerobjekte so zur Präsentation bereitgehalten werden. Weiterer Vorteil: Eine Verharzung des Uhrwerkes durch Stillstand wird vermieden. Kürzlich wurde die B&Z-Produktionsstätte von Knittlingen nach Ölbronn verlagert. „Kurze Wege sind von Vorteil“, erklärt Hagmann.

Aus einem trivialen Uhrenaufbewahrungsbehältnis macht Hagmann – bei der Planung in Zusammenarbeit mit Innenarchitekten – eine Inszenierung. Das sieht dann beispielsweise so aus: Ein riesiger Raum mit edlem Bodenbelag und ornamentierter Decke. In der Mitte eine bequeme Sitzgelegenheit. Daneben ein Sideboard für Getränke, das außer dem kühlen Champagner-Abteil ein klimati-siertes Zigarrenfach beherbergt. Die Fernbedienung für die Hörgenuss-Hifi-Anlage und für das hochauflösende TV-Edel-Flatscreen-Gerät in greifbarer Nähe.

Und ringsherum, an allen vier Wänden: Uhren, Uhren, Uhren – rund 1000 Exemplare.

Jeder der wertvollen Automatik-Zeitanzeiger ist in einer kleinen Vorrichtung eingebettet, in der ein Elektromotorantrieb dafür sorgt, dass die Automatik-Teile auf Trab gehalten werden. Mittendrin suhlt sich der stolze Inhaber auf dem Sofa, schmaucht eine Havanna, schlürft den Schaumwein, lässt sich musikalisch berieseln – und freut sich über seine Zeit-Sammlung ringsherum.

Bestellt hat dieses tickende Kult-Zimmer ein Scheich. „Produktion made in Nordschwarzwald“, sagt Hagmann.

Es muss nicht immer ein komplettes Uhrenzimmer sein. Auch für kleinere, aber „standesgemäße Unikate“ blättern die Kunden bis zu 150000 Euro auf den Tisch. Zur Zielgruppe zählen laut Hagmann gut verdienende Uhren-Enthusiasten aus der Sportwelt und dem Showbiz, außerdem saudische Sultanen und russische Milliardäre. Namen? Keine! „Diskretion ist Ehrensache“, sagt der Chefdesigner und erklärte Nordschwarzwald-Fan.

 

www.idea-taurus.de

Autor: VON GERD LACHE

16.12.2011

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