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22.10.2008

Ergebnisse des Bildungsgipfels

Damit kommt die Kanzlerin auf Dauer nicht durch: Immer dann, wenn ein Thema breite Aufmerksamkeit verspricht, schwingt sich Angela Merkel zur ganz großen Geste auf – ein Gipfel muss her. Ein Problem wird aber nicht allein dadurch gelöst, dass man es zur Chefsache erklärt.

Kürzlich war Merkel noch die Klima-Queen, der nichts mehr am Herzen lag, als die Welt vor der globalen Erwärmung zu bewahren. In der politischen Realität entpuppten sich allerdings viele ihrer Vorstöße als heiße Luft – die Inszenierung war weit besser als die Wirklichkeit.
Gleiches zeichnet sich auch beim Mega-Thema Bildung ab. Es soll mehr Geld fließen, alles weitere ist erstmal unklar: Das Ergebnis des Gipfels ist nicht mehr als der kleinste gemeinsame Nenner aller Beteiligten. Was zu erwarten war – denn erschwert wird die Sache noch dadurch, dass bei der Bildung erschreckend deutlich zu sehen ist, welche Folgen ein mehr schlecht als recht funktionierender Föderalismus haben kann. Dass kaum etwas so wichtig ist wie Bildung – darüber ist man sich bundesweit einig. Über alles weitere wird immer nur gestritten.