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US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump gehen in Riad von Bord. Foto: Evan Vucci
US-Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump gehen in Riad von Bord. Foto: Evan Vucci
20.05.2017

Erster Auslandsbesuch als US-Präsident: Trump in Riad

Riad (dpa) Donald Trump ist bei seiner ersten Auslandsreise als US-Präsident am Samstagmorgen in Saudi-Arabien gelandet. Die Präsidentenmaschine Air Force One setzte gegen 8.45 Uhr (MESZ) auf dem König-Khalid-Flughafen in Riad auf. Trump ließ die Gastgeber am Roten Teppich am Fuße der Air Force One einige Minuten warten, erschien dann aber zusammen mit seiner Frau Melania in der Flugzeugtür. König Salman schüttelte die Hände von Präsident und First Lady und sagte nach Angaben des Übersetzer: «Ich bin froh, sie zu sehen».

In der saudischen Hauptstadt wird Trump nach einer Begrüßung durch König Salman am Flughafen später erneut zu einem Gespräch mit dem saudischen Staatsoberhaupt zusammenkommen. Am Nachmittag sind Treffen mit Kronprinz Mohammed bin Najif sowie dessen Stellvertreter Mohammed bin Salman geplant.

Berichten zufolge soll bei dem Besuch ein umfangreicher Waffendeal zwischen beiden Ländern abgeschlossen werden, der etwa 100 Milliarden Euro schwer sein könnte. Außerdem wird die Ankündigung einer noch engeren Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich erwartet sowie ein gemeinsames Vorgehen gegen den saudischen Erzfeind Iran.


Trumps Reise, die den 70-Jährigen in den nächsten acht Tagen in fünf Länder führen soll, wird von neuen Entwicklungen in der Russland-Affäre um den Präsidenten überschattet. Der von ihm gefeuerte FBI-Chef James Comey erklärte sich am Freitagabend zu einer Aussage im Geheimdienstausschuss des US-Senats bereit. Zugleich enthüllten zwei Zeitungen schwere Vorwürfe gegen den Republikaner.

Das Einreiseverbot, das US-Präsident Donald Trump zum ersten Mal am 27. Januar erlassen hat, sorgte auch und vor allem in islamisch geprägten Ländern für Unruhe und Proteste. 90 Tage lang sollten die Staatsangehörigen von sieben muslimisch geprägten Ländern nicht in die USA einreisen dürfen, syrische Flüchtlinge sogar auf unbestimmte Zeit nicht. Begründet wurde das mit angeblichen Terrorgefahren. Gerichte stoppten das Dekret ebenso wie seine Neuauflage, in der der Irak nicht mehr auftauchte. Die geänderte Version umfasste Syrien, den Iran, den Sudan, Somalia, Libyen und den Jemen. Derzeit laufen Berufungsverfahren.