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22.02.2008

FCP-Team der Saison 1987/88 von Roger Essig bis Dimitrios Moutas

Was wurde aus den Pforzheimer Pokalhelden von 1988?

Bernd Hoffmann (61), Trainer: War von 1986 bis Frühjahr 1989 beim FCP. Der ehemalige Personalsachbearbeiter bei Daimler Sindelfingen genießt in seinem Wohnort Gärtringen den Vorruhestand. Ist heute noch als Trainer aktiv (TSV Schönaich/Bezirksliga). „Ich brauche es“, sagt er. Zum FCP hat er keinen Kontakt mehr.

Roger Essig (48), Torhüter: Der gebürtige Calmbacher wohnt schon lange in Eisingen. Erlebte als Torhüter die große Zeit im Brötzinger Tal, war später auch als Co-Trainer und Torwarttrainer beim Club. Der Werkzeugmacher hat seit seinem unschönen Abschied in den turbulenten Übergangsjahren keinen Kontakt mehr zum FCP. Arbeitet gelegentlich als Torwarttrainer.

Gerhard Woltersdorf (45), Libero: Der große Blonde mit dem strammen Linksschuss, von allen nur „Keule“ gerufen, spielte mehr als zehn Jahre beim FCP. Heute lebt der Werkzeugmacher in Dietlingen, wo er immer mal wieder in der zweiten Mannschaft aushilft.

Harry Waldhaus (53), Abwehr: Der knochenharte Vorstopper schnürte mehr als zwölf Jahre die Stiefel für den FCP. Der Werkzeugmacher kickte mit 48 Jahren noch in seiner Heimatstadt Mühlacker für die 08er.Bernd Kirchstetter (40), Abwehr: Der Bankkaufmann aus Pforzheim ist selbst noch als Trainer (derzeit TSV Maulbronn) aktiv. Der ehemalige Junioren-Nationalspieler trug fünf Jahre das FCP-Trikot, spielte später für den VfR Pforzheim, war danach lange Spielertrainer.

Dietmar Dierlamm (46), Abwehr: FCP-Urgestein mit Kämpferherz. Ist dem Fußball als Trainer treu geblieben (derzeit FV Neuhausen/Kreisliga). Wohnt im Arlinger („Wenn ich auf dem Balkon sitze, kann ich hören, wenn beim FCP ein Tor fällt“), im Vertrieb von Büroeinrichtungen tätig.

Horst Reiser (46), Mittelfeld: Der Dauerläufer aus Feldrennach verbrachte „fünf schöne Jahre“ beim FCP, ehe er mit 28 den elterlichen Hof übernahm. Hat sich als direktvermarktender Bio-Landwirt einen Namen gemacht. Als stellvertretender Kreisvorsitzender dem Fußball verbunden.

Günter Walz, Mittelfeld: Kam vom FC Rastatt nach Pforzheim und kehrte zu seinem Heimatverein zurück. Musste recht früh seine Karriere wegen Verletzungen beenden.Frank Misztl (45), Mittelfeld: Der Linksfuß aus Engelsbrand war zwölf Jahre Spieler und vier Jahre Trainer der 2. Mannschaft im Brötzinger Tal. Der Sparkassen-Abteilungsleiter trainiert im Heimatort den Kreisligisten TSV Grunbach.

Jürgen Pfirrmann (44), Mittelfeld: Der geniale Spielmacher und Kunstschütze aus der Vorderpfalz trug von 1987 bis 1992 das FCP-Trikot. Der Elektrotechniker lebt noch in Wörth, war lange auch als Trainer tätig, hat aber nach eigener Aussage seit vier Jahren keinen Fußballplatz mehr besucht. Ihm missfallen gesellschaftliche Entwicklungen, die sich auch im Fußball auswirken: „Dinge wie Teamwork müssen viele heute in Seminaren lernen.“

Emanuel Günther (53), Mittelfeld: Der langjährige Profi absolvierte 139 Erstliga-Spiele (41 Tore) und 187Zweitliga-Spielen (97Tore) vor allem für den Karlsruher SC. Spielte insgesamt fünf Jahre beim Club, war später auch Trainer der zweiten Mannschaft. Der Sportkaufmann wohnt in Karlsruhe, ist Geschäftsführer der Firma Flock-TX in Ittersbach, die er zusammen mit dem Pforzheimer Sporthaus Elsässer betreibt. Seit einigen Jahren nicht mehr als Trainer aktiv.

Andreas Mähler (45), Angriff: Der schnelle Stürmer kam aus Nagold, spielte nach seiner Zeit beim FCP auch beim VfR. Wohnt heute in Mötzingen und arbeitet als Fahrer. Spielt noch beim B-Ligisten SVMötzingen, ist auch ohne Training für Tore und Vorlagen gut. „Wenn es nach denen geht, spiele ich jede Woche“, sagt er.

Dimitrios Moutas (39), Angriff: Für den jungen Griechen war Pforzheim das Sprungbrett zur Profikarriere. Bestritt für Freiburg, Bochum und die Stuttgarter Kickers 47 Bundesliga-Spiele (15 Tore) und 132 Zweitliga-Partien (40). Spielte bis 2003 noch in der 4. Liga in Griechenland. Wurde vor zwei, drei Jahren bei Trainerfortbildungen in Deutschland gesichtet.

Joachim Kuhn (47), Angriff: Der Maschinenschlosser aus Pforzheim kam vom VfR, kehrte nach drei Jahren 1990 auf den Holzhof zurück.

Reiner Ackermann (49), Mittelfeld: War lange eine feste Größe im Pforzheimer Team, kam aber mit Trainer Hoffmann nicht klar. War später selbst Trainer, unter anderem beim FCP. Ist inzwischen als Vertriebs-Innendienstleiter einer Software-Firma stark eingespannt, deshalb nur noch Jugend-Stützpunkttrainer.

Johannes Giek (47), Abwehr: War fast 20 Jahre beim FCP tätig. Hat sich vom Fußball verabschiedet, läuft statt dessen Marathon (Bestzeit: 3:17 Stunden). Seit sechs Jahren Geschäftsführer der Firma Carl Dillenius – als Nachfolger seines Schwiegervaters Karl-Heinz Trimpler, des früheren FCP-Spielleiters.

Michael Rosanowski (41), Angriff: Von der E-Jugend an beim FCP. Der Einkaufsleiter der Firma Heco /Nöttingen) ist heute AH-Abteilungsleiter beim FCP. Verpasste die Pokalspiele gegen Bremen, weil er kurz zuvor als Soldat auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr mit einem Lkw verunglückt war und schwerste Kopfverletzungen erlitten hatte. „Als das Spiel in Pforzheim stattfand, lag ich noch auf der Intensivstation“, berichtet er.

Die Ergänzungsspieler

Andreas Schmidt (Mittelfeld) galt als großes Talent. Kehrte zum FC Rastatt zurück, musste wegen Verletzungen die Karriere früh beenden. Arbeitet heute als Repro-Fotograf.

Stürmer Günter Kulik kam aus dem Fußballkreis Bruchsal (Gondelsheim), wohin er auch zurückkehrte. Ist nach Aussagen von Reiner Ackermann, der ihn 2006 bei einem Hallenturnier traf, noch aktiv.

Abwehrspieler Thomas Bross arbeitet nach Auskunft von Bernd Hoffmann bei Daimler in Sindelfingen und wohnt in Poltringen, wo er auch als Jugendtrainer aktiv ist.

Ersatztorhüter Bernd Vogt ist als Rechtsanwalt in Mühlacker tätig und arbeitet noch gelegentlich als Torwarttrainer. ok