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27.10.2008

FCP-Trainer Klaus Fischer tritt zurück

Vom Auf- zum Abstiegskandidaten: Wie ist das möglich? Es gibt sportliche Gründe. Die Qualität der Neuzugänge wurde entweder überschätzt oder man redete die neuen Spieler wider besseres Wissen gut. Beides ist kein Ruhmesblatt. Diesen Schuh muss sich die sportliche Leitung des FCP anziehen, einschließlich Klaus Fischer.

Es gibt aber auch strukturelle Gründe. Der 1. FC Pforzheim muss seinen Etat Jahr für Jahr weiter zurückfahren, weil es an Sponsoren fehlt. Man bedenke, dass der Hauptsponsor des Vereines in Böklund, südlich von Flensburg, seinen Firmensitz hat. Das ist nicht das Verschulden des aktuellen Präsidiums. Das ist Folge eines fatalen Vertrauensverlustes, der durch jahrelange Misswirtschaft immer größer wurde und im Jahre 2004 in einem Insolvenzverfahren gipfelte. Die geplatzte Fusion mit dem VfR Pforzheim im Jahre 2007 schreckte potenzielle Geldgeber zusätzlich ab.
Was tun? Trotz finanzieller Probleme müsste ein Etat von 190 000 Euro reichen, um eine sattelfeste Verbandsliga-Mannschaft aufzustellen. Alleine wird sich der FCP aber nicht weiter nach oben orientieren können. Wer mehr will als Verbandsliga wird über kurz oder lang wieder über eine Fusion diskutieren müssen.