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Doppelte Heimat:  Vorerst werden beide Stadien (oben VfR, unten FCP) genutzt.
Doppelte Heimat: Vorerst werden beide Stadien (oben VfR, unten FCP) genutzt.
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FCP-VfR-Fusion: Suche nach Name, Personal und Geld

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Wie soll der neue Verein heißen?

Momentan lautet der „Arbeitstitel“ 1. FC/VfR Pforzheim. Damit sollen Tradition und Verbundenheit zu den Gründungsvereinen gewahrt werden. Beim ersten Fusionsversuch 2006/2007 war noch der Name SV Pforzheim 1896 geplant. Die PZ-Leser hatten damals in einer Befragung mehrheitlich für FC Baden Pforzheim votiert.

Machen die Mitglieder mit?

Der FCP hat derzeit knapp 500 Mitglieder, der VfR etwas mehr, wenn man die Jugend und die Eishockey-Abteilung dazuzählt. Beim ersten Anlauf vor rund drei Jahren war die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit in den Mitgliederversammlungen kein Problem. Und gilt, trotz des gescheiterten ersten Versuchs, vermutlich auch für den zweiten Anlauf.

Arbeiten die Mitglieder der beiden Vereinsführungen auch im Fusionsverein mit?

Die Vorstandsmitglieder sind derzeit Jürgen Elsässer, Michael Rosanowski, Marco Nabinger und Sebastian Haase beim FCP sowie Robert Drotleff, Wolfgang Fischer und Frank Hamm beim VfR. „Alle bleiben uns in irgendeiner Form erhalten“, ist Nabinger sicher.

Wer wird an der Spitze des Fusionsvereins stehen?

Auch diese Frage bleibt noch offen. Es gibt aber bereits Gedankenspiele, dass der Fusionsverein einen siebenköpfigen Vorstand erhält, an dessen Spitze zwei Vorstandsvorsitzende stehen könnten, also jeweils einer vom FCP und vom VfR. Die Zuständigkeiten könnte dann laut Robert Drotleff in folgende sieben Bereiche aufgeteilt werden: Sportliche Leitung Herrenmannschaften; Jugend; Finanzen; Marketing und Sponsoring; Geschäftsführung und Verwaltung; Gastronomie; Veranstaltungen.

Wie sehen die wirtschaftlichen Voraussetzungen aus?

„Die Startbedingungen könnten besser sein. Sie könnten aber auch schlechter sein“, sagt Robert Drotleff. Mit einer geschätzten Schuldenlast von 220 000 Euro, die der Fusionsverein schultern müsste, sieht Drotleff den neuen Club im Vergleich mit anderen Vereinen „im Mittelfeld“. Bei beiden Vereinen lagen der Etat bzw. Jahresumsatz zuletzt bei 170 000 bis 180 000 Euro.

Wie lässt sich die wirtschaftliche Situation verbessern?

Gute Frage. Für Drotleff liegt der Schlüssel zum Erfolg vor allem auf der Einnahmeseite, besonders bei der Suche nach Sponsoren. „Das haben andere in der Vergangenheit besser organisiert“, sagt er. Hilfreich sei, dass die Arbeit künftig auf mehrere Schultern verteilt werden könnte. Ebenfalls hilfreich wäre es, wenn man repräsentative Räumlichkeiten hätte, um sich potenziellen Geldgebern zu präsentieren. Aber dazu müsste das Holzhofstadion umgebaut werden. Wann das passiert, ist derzeit schwer abzuschätzen. Immerhin hat die Stadt an anderer Stelle schon Entgegenkommen signalisiert. Ein geplanter Kunstrasenplatz, der kürzlich auf der städtischen Streichliste gelandet war, soll nun doch realisiert werden.

Wie viele Männer-Teams gibt es?

Voraussichtlich nur zwei – die bisherige Verbandsligamannschaft des FCP und die Kreisligamannschaft des VfR. Die bisherige zweite Mannschaft des VfR (Kreisklasse B) könnte laut Drotleff nur erhalten bleiben, wenn sie kein Geld kostet. Und das ist eher unwahrscheinlich.

Wie viele Jugend-Mannschaften wird der Fusionsverein haben?

Derzeit hat der VfR 19 Jugendteams, der FCP vier. Künftig könnten es 20 oder 21 Mannschaften sein. Hinzu kämen zwei FCP-Mädchenteams.

Wer spielt und trainiert wo?

Vorerst bleiben den Vereinen ja beide Stadien (Brötzinger Tal und Holzhof). Wie die künftige Aufteilung aussieht ist offen. „Es kann durchaus sein, dass der FCP mal auf dem Holzhof spielt und umgekehrt“, sagt Marco Nabinger.

Bleiben die beiden Trainer?

Beide Vereine wollen ihren jungen Übungsleiter behalten – Rudi Herzog (36) beim FCP und Gökhan Gökce (26) beim VfR. Beide Trainer, die die Fusion begrüßen, können sich das auch vorstellen. Herzog will aber erst die Gespräche mit dem Verein abwarten. „Ich muss wissen, worauf ich mich einlasse“, stellt er die sportliche Perspektive in den Vordergrund.

Gökce war sich mit dem VfR sogar schon einig, muss aber abwarten, welche Neuerungen sich durch die Fusion ergeben. Herzog hat sich aber schon Gedanken gemacht, wie die sportliche Arbeit in einem Fusionsverein aussehen könnte. Zum Start könnte man einen gemeinsamen Kader bilden, danach würde sich eine Unterteilung in eine erste Mannschaft und ein U 23-Team anbieten.

Können die Trainer problemlos zusammenarbeiten?

Ja. Sie kennen und verstehen sich. Gökce spricht sogar von einem freundschaftlichen Verhältnis. Er war früher Spieler unter Rudi Herzog: „Ich habe viel von ihm gelernt.“ Herzog sieht das ähnlich: „Wir haben die gleiche Philosophie.“

Autor: PZ-Redakteur udo koller

30.05.2011

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Leserkommentare (6)

Mehr Kommentare
1
gerdi | 11.02.2010 | 20:22

Ich freue mich für die Vereine FCP und VFR. Wenn es klappt mit der Fusion bin zuversichtlich, daß es mit einer proffesioneller Arbeit beider Vereine aufwärts geht. mehr...

2
mofa 25 | 13.02.2010 | 00:19

Da wären sie wieder, unsere 3 Probleme. Den Namen könnte man in den Griff bekommen... mehr...

3
Auge | 13.02.2010 | 22:39

Um die Tradition von beiden Vereinen am LEBEN zu erhalten kann auf gar keinen Fall ein nicht sagender Name SV Pforzheim ect. in Frage kommen! Dowohl der Club als auch der VFR hat ein Recht auf seine Tradition und die gilt es nun am LEBEN zu halten! Folglich schlage ich vor und denke, dass damit auch beiden Vereinen geholfen wäre den neuen Vereinsnamen Fußballclub für Rasenspiele 1896/98 e.V. Pforzheim kurz also 1.FC.f.R. 1896/98 Pforzheim e.V.!Mit diesem Namen könnte sowohl das älteste VFR ...... mehr...

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