

gegen Stuttgart 21 gibt es für die FDP-Landeschefin Birgit Homburger kein Zurück mehr. Die Politik müsse „zu dem stehen, was man beschlossen hat“, sagte sie am Freitag der PZ.
Die Politikerin aus Konstanz, die neben der Landespartei auch die FDP-Bundestagsfraktion führt, forderte im Interview mit der „Pforzheimer Zeitung“ eine verstärkte Offensive der Landesregierung unter Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU), um der Anti-S21-Bewegung Paroli zu bieten. Das umstrittene Milliardenprojekt der Bahn sei „von herausragender Bedeutung“ für die Zukunftsfähigkeit nicht nur der Region Stuttgart, sondern für das ganze Land Baden-Württemberg. Die 45-Jährige verweis unter anderem auf „dauerhaft 10 000 Arbeitsplätze“, die durch Stuttgart 21 geschaffen würden.
Mehrere zehntausend Menschen sind gestern Abend gegen das Bahn-Großprojekt auf die Straße gegangen. Die Gegner des Milliarden-Vorhabens schätzten die Teilnehmerzahl ihrer bisher größten Demonstration auf 40 000. Die Polizei sprach von 30 000 Menschen. Die Demonstranten hatten sich im strömenden Regen vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof versammelt, der in eine unterirdische Durchgangsstation umgebaut wird.
Die Kundgebung begann mit dem lautstarken „Schwabenstreich“, bei dem die Teilnehmer eine Minute lang so viel Lärm wie möglich machten. Dann bewegte sich der Protestzug in Richtung Landtag, wo eine Menschenkette gebildet wurde. Hunderte Polizisten aus dem ganzen Land waren im Einsatz. Am Mittwoch hatten Bagger mit dem Abriss des Nordflügels des Gebäudes begonnen. Seither hat der Protest an Schärfe zugenommen. .Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) warb in einem offenen Brief an seine Mitbürger für das Projekt. Es trage zur Zukunftsfähigkeit der Stadt, der Region und des Landes bei, betonte er. Am Morgen hatte die Polizei eine Sitzblockade am Hauptbahnhof beendet. Die Beamten trugen etwa 30 Demonstranten weg. Sie hatten Lastwagen daran gehindert, Abbruchmaterial abzutransportieren. Das Bundesverkehrsministerium wollte sich zu den Protesten nicht äußern. Derweil kündigte der CDU-Landtagsfraktionsvorsitzende Peter Hauk eine Kommunikationsoffensive an.
Autor: PZ-REdakteur Andreas Fiegel und DPA sowie DDP





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Leserkommentare (6)
Mehr KommentareFrau Homburgers Einsatz-Optimismus in allen Ehren... Aber sie sollte, ihrem Chef folgend, die entstandenenen Probleme von Stuttgart 21 nicht offensiv und zusätzlich in den Landtags Wahlkampf der FDP einbringen wollen. Es bleibt Sache des Ministerpräsidenten mit den Gegnern des neuen Bahnhofs einen Konsenz herzustellen und nicht schon oft gesagtes einem inzwischen gut unterrichtetem Publikum ständig zu wiederholen. mehr...
[SIZE=2]Diesmal hat man - offenbar wegen des Regens - auf den Einsatz von Wasserwerfern verzichtet. :rolleyes: Vielleicht kann ja mal jemand der guten Frau Homburger sagen, dass falsche Behauptungen auch durch ständige Wiederholung nicht zu Wahrheiten mutieren.[/SIZE] mehr...
Ihren zweiten Satz wollte ich schreiben und er stand schon da:D mehr...