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15.10.2008

Feier-Flyer

Neben dieser Kolumne sind Bilder platziert. Das ist kaum zu übersehen, genau wie die Tatsache, dass auf den Fotos Menschen aus dem Nachtleben des Wochenendes abgebildet sind. Sie sind gut zu unterscheiden von Leuten, die unter der Woche im Büro abgelichtet wurden. Es steht den Abgebildeten ins Gesicht geschrieben, auch ihre Kleidung, die Szenerie spricht eine klare Sprache.

Jedoch fehlen Bilder vom Wochenende, die repräsentativer nicht sein könnten für Jugendkultur. Bilder von Ondro für „StilBruch“. Ein ganzes Parkdeck des „famila Centers“ hat die Pforzheimer Zeitung sperren lassen, damit der Starfotograf sich künstlerisch austoben kann. Einen Gold-Porsche, ein Surfbrett, weibliche Modelle, Superhelden lichtete Ondro ab.

Dass Ondros Werke nicht auf dieser Seite sind, hat folgenden Grund: Sie sind für Flyer bestimmt. Flyer für die schmuckste Party der Stadt: „StilBruch – Gold and the City“ am 14. November in den Schmuckwelten. So ein Feier-Flyer hat Vorteile: Ihr müsst die Bilder beispielsweise nicht ausschneiden, um sie Euch an den Kühlschrank zu pinnen. Zwei Bilder als Flyer-Vorgeschmack gibt es schon jetzt unter: www.ondro.com.

Szeneapplaus. Am Freitag wird es überraschend. Unter dem wohlklingenden Projekt-Titel „Musikartisten“ kann man sich nicht allzu viel vorstellen, ebenso wenig unter dem kunstvollen Flyer-Design mit den schreienden Farben. Was man weiß, ist: Es ist ein ambitioniertes Event mit Electro- und Minimal-Beschallung im „Como Club“ – und: ein Versuch, Pforzheim den Tanzrhythmus der Großstadt beizubringen.

Ansonsten kommt „Musikartisten“ wie eine kreative Vase daher, die der Gast mit Selbstverwirklichung füllt. Derlei Kreativität ist tröstlich, nachdem man sich zuletzt allerorts Erzählungen anhören musste von stumpfsinnigen Bierzelt-Exzessen auf dem „Cannstatter Wasen“. Oder auch „Wase“ wie der Schwabe sagt. Vase statt Wasen tut gut.

Szenewechsel. „Koi“ heißt ein wunderschöner Fleck Nachtleben mitten in Mannheim. Das Innere ist ähnlich edel und teuer wie der Karpfen, von dem sich das Club- und Lounge-Ambiente seinen Namen geborgt hat. Warum ich Euch vom „Koi“ erzähle? Weil dort die Musik so schön treibend, so schön impulsiv-elektrisch war am vergangenen Freitag. Als die „Tune Brothers“, Weltreisende im Namen der elektronischen Musik, zu Gast waren. Ganz nebenbei: Sie werden auch bei „StilBruch“ in den Schmuckwelten auflegen.