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25.09.2008

Finanzierung des Gesundheitswesens

Für Kranke in Deutschland muss eine medizinisch moderne und zugleich menschliche Versorgung gewährleistet sein. Keiner der leidet, soll sich gleichzeitig auch noch Sorgen machen müssen, ob er tatsächlich auch in guten Händen ist. Das ist das oberste Ziel, an dem sich alle Anstrengungen im Gesundheitswesen orientieren müssen.

Leistung muss stimmen

Wer aber nach bestmöglicher Versorgung verlangt, muss auch dafür zahlen. Effizientes Wirtschaften hat seine Grenzen. Die gestiegenen Kosten zum Beispiel für Energie, Essen und Personal sind auch an den Krankenhäusern nicht vorbeigegangen. Deshalb müssen die Krankenversicherten in den sauren Apfel beißen und Beitragserhöhungen hinnehmen – zu ihrem eigenen Wohl.

Auf der anderen Seite müssen Sie dann aber auch die Leistungen bekommen, die sie bezahlen. Das heißt, moderne Behandlungsmethoden – Beispiel: Zahnimplantate – müssen in den Leistungskatalog aufgenommen werden, wo bisher aus Kostengründen noch veraltete Techniken als Standard gelten. Es muss in Pflegekräfte – die einen ganz harten Job machen und bisher sehr wenig dafür verdienen – investiert werden. Und es muss die Vorsorge ausgebaut werden.

Gleichzeitig müssen sich die Gesundheitspolitiker frei machen von den starken Lobbyinteressen und den gesamten Sektor nach unnötigen Operationen oder Untersuchungen sowie Abrechnungstricks durchforsten. Das sind sie den Patienten schuldig.