

Und jetzt? Jetzt werden die Zeiten hart in Pforzheim. Die Liste der Grausamkeiten ist lang. Baumaßnahmen werden vorerst gestrichen, die Wartezeiten bei Behördengängen werden länger, Steuern steigen. Welche Einschnitte bei öffentlichen Angeboten wie Bädern oder Bibliotheken, bei Kulturträgern oder sozialen Einrichtungen drohen, lässt sich noch nicht abschätzen. Aber angesichts der Dimension der Finanznot ist eines klar: Tabus wird es kaum geben können.
Wenn Pforzheim allerdings eine Zukunft haben soll, dann können Stadtverwaltung und Gemeinderat die anstehenden Herausforderungen nicht alleine stemmen. Jeder Einzelne ist gefordert, sein Anspruchsdenken zu überprüfen – und wie jetzt im Winter vielleicht die Schneeschippe einmal selbst in die Hand zu nehmen, statt auf den Räumdienst zu warten. Lamentieren über die Fehler der Vergangenheit wird diese Stadt nicht voranbringen – wohl aber ein beherztes Zupacken in der Zukunft. Gelingt das, dann stiftet die finanzielle Notlage Gemeinsinn. Und beschert Pforzheim eine riesige Chance: Tatsächlich gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen.





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