

PFORZHEIM. Die fünfsstündige Fahrt von Hankensbüttel nach Pforzheim haben die drei Otter-Damen gut überstanden. Wildpark-Chef Carsten Schwarz hofft jetzt, dass sich die possierlichen Tierchen zur offiziellen Einweihung zeigen.
Bislang lassen sich die drei Fischotter-Damen erst am späten Nachmittag sehen. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich sind immer noch die Bauarbeiter am Werk. Doch Schwarz ist sich sicher: Wenn erst einmal Ruhe eingekehrt ist, dann werden sich die Fischotter in ihrem neuen 2500 Quadratmeter großen Gehege zeigen. Außerdem sind künftig Schaufütterungen geplant, die am Wochenende und an Feiertagen um 14 Uhr stattfinden..
Die Beutegreifer haben Schwarz und eine Mitarbeiterin Anfang der Woche aus dem Deutschen Otterzentrum in Hankensbüttel abgeholt. Das Otterzentrum liegt nach Angaben von Schwarz eine halbe Stunde nördlich von Wolfsburg. Mittlerweile kennt Schwarz die Strecke im Schlaf; hatten er und zwei seiner Tierpfleger bereits im Frühjahr ein Schulung in Otterhaltung absolviert. Schließlich sei die Otterhaltung für den Wildpark Neuland. Dort haben die Pforzheimer beispielsweise gelernt, dass „die Fischotter einen kurzen Darm haben, was uns entgegenkommt, weil sie öfters fressen müssen“, erklärt Schwarz.
Er habe die Kollegen in Hankensbüttel ziemlich überreden müssen, berichtet der ausgebildete Förster. Denn erstens verstehen sich die Mutter und ihre zwei Töchter für Fischotter ausgesprochen gut, und zweitens sind sie sehr lebhaft. Es handelt sich bei den drei Damen um Leihtiere, die durchaus zu Zuchtzwecken auch wieder nach Hankensbüttel zurückgegeben werden können. Doch erst einmal haben die Pforzheimer Gelegenheit, die Tiere in ihrem neuen Gehege zu bestaunen, das im Herzen des Wildparks gebaut wurde. Das 560 000 Euro teure Projekt ist eine Kooperation von Stadt, Wildpark und dessen Förderverein. Die Gelder dafür stammen unter anderem aus einem Nachlass, sowie Spenden, Einnahmen und Sponsoring. „Es handelt sich um das teuerste Projekt in der Geschichte des Wildparks“, sagt Schwarz.
Die Fischotter haben noch tierische Nachbarn, denn die fünf Waschbären des Parks werden in dem neuen Gehege untergebracht. „Die Männer-Wohngemeinschaft, die sich nach Angaben von Schwarz „wunderbar versteht“ zieht derzeit um. Bislang waren die Waschbären am Südrand des Wildparks untergebracht. Außerdem ist geplant, dass das Fuchs-Paar Eddy und Anouschka ins ehemalige Waschbären-Gehege umziehen darf.
neuen Geheges ist am Samstag, 11 Uhr, vorgesehen.
Autor: Dorothee Messmer





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