Vier Menschen sterben bei Flugzeugabsturz in Coburg © dpa
05.08.2012

Fünf Menschen sterben bei Flugzeugabstürzen

Berlin (dpa) - Bei drei Flugzeugabstürzen in Deutschland sind am Wochenende fünf Menschen ums Leben gekommen - es hätte aber noch deutlich mehr Opfer geben können. In Konstanz schlug ein Sportflugzeug kurz nach dem Start direkt neben einer Menschengruppe aus rund 30 Fallschirmspringern mit Gästen auf. Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Coburg starben alle vier Insassen. Im niedersächsischen Quakenbrück kam die 17-jährige Pilotin ums Leben als ihr Segelflugzeug gegen ein Reihenhaus flog.

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Beim Absturz in Konstanz am Samstag streifte eine der Tragflächen ein Zelt, in dem mehrere Springer ihre Fallschirme falteten. «Die Fallschirmspringer hatten sehr viel Glück. Wäre das Flugzeug nur zwei Meter daneben gelandet, hätte man mit Schwerverletzten und Toten rechnen müssen», sagte Klaus Menge von der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz, der am Samstag vor Ort war. Sieben Menschen aus dem Zelt konnten sich mit einem Sprung ins Freie vor dem Flieger retten. Einer von ihnen brach sich dabei ein Bein.

Einige Meter entfernt blieb das Flugzeug liegen, es kam zu einer Explosion im Motorraum und die Maschine ging in Flammen auf. Der Pilot und seine Begleiterin konnten sich nach Polizeiangaben selbst aus dem brennenden Wrack befreien. Die Frau erlitt aber schwere Brandverletzungen an Beinen, Armen und Kopf, der Pilot wurde leicht verletzt. Nach ersten Angaben der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz führte vermutlich ein Pilotenfehler zu dem Unglück.

Keine Überlebenschance hatten die vier Insassen des Kleinflugzeugs in Coburg. Die einmotorige Maschine stürzte nach dem Start vom Flugplatz Steinrücken rund 500 Meter entfernt am Waldrand ab und ging in Flammen auf. Die 31 Jahre alte Pilotin sowie eine weitere gleichaltrige Frau und zwei Männer im Alter von 28 und 44 Jahren an Bord waren sofort tot. Teile des völlig zerstörten Flugzeugs blieben in den Bäumen hängen. Ob es sich um einen technischen Defekt oder einen Pilotenfehler handelt, war zunächst unklar.

Die Ursache für den Absturz des Segelsflugzeugs in Quackenbrück blieb zunächst unklar. «Ein Kollege hat den Absturz als Augenzeuge beobachtet», sagte ein Beamter der Polizei in Osnabrück der Deutschen Presse-Agentur. «Das Flugzeug ist wohl sehr tief geflogen und hat unregelmäßige Bewegungen gemacht.» Nach dem Unfall kam das schwer beschädigte Segelflugzeug senkrecht vor einem Haus zum Stehen. Das Heck und eine Tragfläche brachen ab. «Insgesamt sind vier Häuser in Mitleidenschaft gezogen worden», hieß es nach Angaben der Polizei.