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16.01.2009

Fusionspläne im Pforzheimer Fußball: Ein Moderator muss her

Wer das Strategiepapier des 1. FC Pforzheim und die Stellungnahme des VfR Pforzheim hierzu liest kann sich schwer vorstellen, dass diese beiden Vereine fusionieren. Der Graben zwischen Pforzheimer Westen und Osten ist wieder tiefer geworden.

Warum keine große Lösung?

Warum der 1. FC Pforzheim darauf beharrt, jetzt auf die Wilferdinger Höhe zu ziehen, ist schwer zu verstehen. Wer Für und Wider abwägt kommt zu dem Schluss, dass sehr viel für den Holzhof spricht. Die Pläne für den Stadion-Ausbau sind vorhanden, der vierte Platz ist genehmigt. Die Verkehrsanbindung ist nicht viel schlechter als auf der Wilferdinger Höhe, die Parkplatzsituation nicht optimal, aber allemal besser als beim Sportzentrum im Pforzheimer Westen.

Wie ernst die Einladung von FCP und Germania Brötzingen gemeint ist, die Tür für den VfR offen zu lassen, ist fraglich. Wie sollten auf zwei, später drei Plätzen, rund 600 Jugendliche betreut werden? Es ginge nur, indem man viele Kinder nach Hause schickt. Und das will wohl niemand.
Warum keine große Lösung? FCP, VfR und Germania Brötzingen gehen zusammen und spielen auf dem Holzhof – und auf der Wilferdinger Höhe. Man müsste kein neues Stadion bauen, man könnte alle Jugendlichen weiter betreuen.

Die Fronten sind im Augenblick verhärtet. Ein Moderator, am besten aus der Stadtverwaltung oder aus der Mitte des Gemeinderates, muss dafür sorgen, dass sich die Vereine an einen Tisch setzen und nicht weiter per im Internet veröffentlichter Schriftsätze kommunizieren. Die Stadt und der Fußball in Pforzheim können sich kein zweites Scheitern der Fusions-Bestrebungen leisten.