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13.10.2009

Gemeinderat will keinen der Bewerber fürs Dezernat III

Man muss seinen Hut ziehen. Ganz ernsthaft und ohne jede Ironie oder gar Zynismus. Das war eine taktische Meisterleistung, wie eine Gemeinderatsmehrheit den ungeliebten Bürgermeister-Kandidaten der SPD ausgebremst hat.

Man kann das menschlich hart finden für Uwe Winkler, der im Gemeinderat eine gute, eine überzeugende Vorstellung abgeliefert hat. Aber eine Mehrheit kam aus ganz unterschiedlichen Motiven zur Auffassung, dass er nicht der geeignete Bewerber war. Das ist legitim. Und erfolgte nicht ohne Vorwarnung. Dass man nicht jeden von der SPD vorgeschlagenen Kandidaten mittragen werde, hatten CDU und FDP schon lange signalisiert. Genau wie den Umstand, dass sie Winkler eben doch nicht wirklich überzeugend fanden. Die Freien Wähler und Unabhängigen Bürger erhoben selbst Anspruch auf die Stelle, die Grüne Liste wollte eine Reduzierung der Bürgermeister-Posten geprüft wissen. Jetzt heißt es innehalten und neu nachdenken. Bei einer derartig leeren Stadtkasse einen Bürgermeister einzustellen, der nur eine Minderheit überzeugt –  das konnte es halt doch nicht sein. Respekt.