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07.10.2009

Geplante städtische Hilfe für den FC Fatihspor

Im Prinzip ist nichts dagegen einzuwenden, wenn die Stadt Pforzheim dem in Not geratenen FC Fatihspor helfen will. Wer aber den finanziellen und politischen Hintergrund beleuchtet, stellt rasch fest, dass sich die Kommune auf dünnem Eis bewegt.

Das Pforzheimer Rathaus steht nicht in dem Ruf, besonders sportfreundlich zu sein. Gerade im abgelaufenen OB-Wahlkampf klagten viele Vereinsvertreter über mangelhafte Unterstützung. Dass die Stadt, die sich aktuell in einer desaströsen Finanzlage befindet, jetzt 280 000 Euro in die Hand nehmen will (und kann?), löst bei vielen Vereinsvertretern Kopfschütteln aus. Mit demselben Betrag hätte man die Fusion zwischen 1. FC Pforzheim und VfR Pforzheim anschieben oder den dringend erforderlichen Hallen-Anbau für die Handballer der SG  Pforzheim bezahlen können.
Die Geschichte hat aber noch eine zweite politische Dimension. Kann es sich die Stadt erlauben, nicht rettend einzugreifen, ohne in Verdacht zu geraten, eine ethnische Gruppe im Stich zu lassen? Auf die Sitzung des Gemeinderates darf man gespannt sein.