nach oben
08.01.2009

Geplanter Schutzschirm für Unternehmen

Wenn das so weitergeht, wird der Begriff „Schutzschirm“ noch ganz groß rauskommen – bei der Vergabe des Titels Unwort des Jahres 2009 nämlich! Ein Riesen-Schutzschirm jagt den nächsten, so scheint es. Jedoch: ohne bisher etwas zu bewirken. Dass nach dem 480 Milliarden-Euro schweren Banken-Rettungspaket nun schon wieder eines geschnürt werden soll, ist vor allem eines: Das Eingeständnis, beim ersten vieles falsch gemacht zu haben.

Würde der Banken-Schirm funktionieren, hätten wir eine erneute Rettungsaktion gar nicht nötig. So einfach ist das. Denn trotz der staatlichen Garantie im Zweifelsfall einzuspringen, tut sich bei der Kreditvergabe wenig. Noch immer trauen sich die Banken gegenseitig nicht über den Weg und das Risiko der Kreditvergabe wird auch sonst möglichst klein gehalten. Der Grund: Viel zu wenige Banken sind unter den – leider nicht verpflichtenden – Rettungsschirm geschlüpft. Die Folge: Es ist zu wenig Bares unterwegs und Unternehmen bekommen nicht die Gelder, die sie brauchen, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen.
Das soll nun also ein Unternehmens-Schirm ändern. Der bringt vor allem eine Schwierigkeit mit sich: Wie lässt sich verhindern, dass mit der Kreditvergabe für die einen Wettbewerbsnachteile für die anderen einhergehen? Hier ist Sorgfalt angebracht – mehr als auf den Banken-Schirm verwendet wurde.