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01.05.2008

Gesunde Töne

Klangbaden haben viele Thermalbäder in ihrem Programm – die Musik über und unter Wasser führt zu Entspannung und Wohlgefühl. Dass auch Popmusik ähnliche Wirkung haben kann, ist neu – oder war zumindest bis dato nicht bekannt.

„Men’s Health“, das nach eigenen Angaben weltgrößte Lifestyle-Männermagazin, berichtet Erstaunliches, das auch die holde Weiblichkeit erfreuen dürfte: Pop mit ruhigen Rhythmen und anregenden Texten steigert wirksam die Potenz. Toll, da spart Mann sich Viagra, und die Ohren haben auch was davon. Das Männermagazin liefert auch gleich einen probaten Titel, um die neuen Erkenntnisse auszuprobieren: „Sexual Healing“ von Marvin Gaye – das sei ein Klassiker, um wieder in Höchstform zu kommen.

Den seriösen Anstrich gibt der Geschichte unter anderem eine Studie der Berliner Charité, nach der vor allem indische Musik bei zu hohem Blutdruck und anderen Herz-Kreislauferkrankungen hilfreich sein soll. Die forschenden Mediziner spielten den Teilnehmern des Tests das Stück „Offering“ des Sitar-Virtuosen Ravi Shankar vor und stellten fest, dass der Blutdruck der Probanden deutlich sank.

Die neuen Erkenntnisse können nur eines bedeuten: Mehr – poppige – Musik konsumieren, weniger Pillen schlucken. Das ist meistens billiger und allemal gesünder.