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09.08.2010

Glückwünsche für Jaqueline Schelling kommen mit Verspätung

MÜHLACKER. Die Ringerin Jaqueline Schellin fühlt sich von ihrer HeimatstadtMühlacker zu wenig gewürdigt. Nach ihrem Sieg bei der Junioren-Europameisterschaft und dem dritten Platz bei der WM der Juniorinnen hat von der Stadt noch niemand Kontakt zu ihr aufgenommen. Vom früheren Oberbürgermeister Arno Schütterle habe sie bei entsprechenden Anlässen immerhin ein Glückwunschschreiben erhalten.

Auf Nachfrage der PZ teilte Gerhard Maresch, Sprecher der Stadtverwaltung mit, dass noch eine Brief an die erfolgreiche Ringerin aufgesetzt werden soll. "Das war wohl in der Sitzungshektik vor den Ferien untergegangen", sagte er. An einen Empfang bei Oberbürgermeister Frank Schneider sei indes nicht gedacht. "Das ist noch kein Thema." Als regelmäßige Einrichtung gebe es die Sportlerehrung der Stadt, die Jahr für Jahr im März stattfindet.

Vor drei Jahren hatte sich freilich die Gruppe Gymnastik und Tanz des TV Mühlacker nach dem Gewinn des deutschen Meistertitels in das Goldene Buch der Stadt eintragen dürfen. Jaqueline Schellin, die ebenfalls den TVM vertritt, erinnert sich noch daran. Trotz aller Terminnöte würde sich die 20 Jahre alte Sportsoldatin freuen, eine vergleichbare Würdigung erhalten.

Am Freitag ringt sie in Lahti bei der Militär-Weltmeisterschaft. Ein Start bei der Weltmeisterschaft der Frauen in Moskau (6. bis 12. September) ist ebenfalls vorgesehen. Ihre Erfolge feiert Jaqueline Schellin in der olympischen Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm.