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25.11.2008

Grünen-Chef Özdemir wirbt für mehr Türkisch-Unterricht

Wenn türkischstämmige Kinder in Deutschland die Sprache ihrer Eltern oder Großeltern lernen, ist das eine tolle Sache. Je mehr Sprachen sie beherrschen, desto besser, und es schadet nichts, wenn dem Nachwuchs die Familiengeschichte auch auf diese Weise bewusst wird.

Weniger wichtig

Warum aber deutsche Schulen statt der Eltern oder Großeltern den Kleinen die türkische Sprache beibringen sollen, weiß nur Cem Özdemir. Denn Türkisch gehört in den seltensten Fällen zu jenen Fremdsprachen, die einem jungen Menschen während seiner beruflichen Laufbahn in der globalisierten Welt behilflich sind.

Bevor zusätzliches Geld in Türkisch-Unterricht fließt, muss erst einmal mit allen Kräften daran gearbeitet werden, dass Schüler hierzulande vernünftig Deutsch lesen und schreiben können. Danach kommt – was die Prioritäten angeht – lange nichts. Und dann sollten Sprachen wie Englisch, Spanisch und in Baden-Württemberg auch Französisch vermittelt werden. Davon dürften auch die türkischstämmigen Jugendlichen mehr haben, denen Özdemir sprachlich auf die Sprünge helfen will.