

München (dpa) - CSU-Chef Erwin Huber hat ein Rücktrittsangebot der Generalsekretärin Christine Haderthauer abgelehnt. Haderthauer sei bereits am Sonntagabend auf ihn zugekommen, sagte Huber am Montag.
«Ich habe das abgelehnt, weil wir kein Bauernopfer wollen.» Es sollten «nicht eine oder mehrere Personen zu Sündenböcken gemacht werden». Insgesamt zieht die CSU nach ihrem Wahldebakel keine sofortigen personellen Konsequenzen. Am 25. Oktober soll es einen Sonderparteitag in München geben, der über die künftige Aufstellung der Partei abstimmt. Das kündigte Huber am Montag nach einer Vorstandssitzung seiner Partei in München an. «Die Wähler haben uns einen massiven Denkzettel erteilt», sagte Huber. Für die Wahlniederlage, bei der die CSU auf 43,4 Prozent abstürzte, habe es eine Vielzahl von Gründen gegeben.
Huber beklagte, es habe keinen Rückenwind aus der Bundespolitik gegeben. «Wir hätten uns von der CDU auch mehr Unterstützung erwartet», sagte Huber und verwies auf das Steuerkonzept der CSU. Dazu gehöre auch die Wiedereinführung der Pendlerpauschale, für die die CSU nicht ausreichend unterstützt worden sei.





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