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06.11.2008

IWF warnt vor weltweiter Rezession

Eine Krise jagt die andere. Wo man hinschaut, herrscht Weltuntergangsstimmung: Zuerst bei den Banken, dann bei den Autobauern und jetzt verkündet auch noch der IWF düstere Prognosen: Erstmals seit 1945 werde die gemeinsame Wirtschaftsleistung aller Industrieländer 2009 sinken. Müssen wir uns jetzt etwa auf Weltkriegszustände einstellen – oder was genau soll das eigentlich heißen? Die Fachkenntnis des IWF in allen Ehren – doch Schwarzmalerei bringt uns jetzt auch nicht weiter. Ganz im Gegenteil.

Gelegentlich sollten wir uns eines klar machen: Bei den meisten Krisenszenarien, die zurzeit umgehen, handelt es sich um nichts weiter als Vorhersagen. Diese beruhen im Falle des IWF auch nur auf Einschätzungen von Bankern – und dass die mit Vorsicht zu genießen sind, haben wir die vergangenen Wochen und Monate leidvoll erfahren. Sobald das Konjunkturprogramm greift oder die gestern beschlossenen Zinssenkungen wirken, kann die Welt der Zahlen zudem schon wieder ganz anders aussehen.
Das Schlimmste, was uns passieren kann, ist also, dass wir angesichts solcher Prognosen den Kopf in den Sand stecken – nichts mehr wagen, nicht mehr an uns und unsere Ideen glauben und ansonsten das Geld festhalten. Dann nämlich könnte es passieren, dass das Szenario des IWF tatsächlich wahr wird. Ist sich der Währungsfonds dieser Verantwortung bewusst?