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04.09.2009

Interview mit "Twitter-Coach" Stefan Berns: „Twitter ist eine Revolution!“

Kaum eine Online-Plattform erregt derzeit so viel Aufsehen wie Twitter. Die Nachrichten der Nutzer sind auf 140 Zeichen begrenzt. Aber kann man so überhaupt vernünftig miteinander kommunizieren? PZ-Redaktionsmitglied Moritz Homann hat es zusammen mit dem "Twitter-Coach" Stefan Berns ausprobiert und mit ihm über Twitter getwittert – Fragen und Antworten maximal 140 Zeichen lang.

pznews: Herr Berns, haben Sie schon einmal getwittert, als Sie auf dem Klo saßen?
TwittCoach: Nein, bisher noch nie. Ein twitterfreier Raum für mich!

pznews: Die Frage ist aus einem Test namens „Bin ich Twitter-süchtig?“. Sind Sie Twitter-süchtig?
TwittCoach: Würde den Test gerne kennenlernen. Nein, bisher kann ich keine Suchtmerkmale an mir feststellen.

pznews: Sie gehören zu den deutschsprachigen Twitterern mit den meisten Verfolgern – ist man da stolz?
TwittCoach: Nein, warum sollte ich stolz sein? Spannend aber zu sehen, das es viele gibt, die mir folgen.

pznews: Immerhin ist das doch auch ein Stück Arbeit, so viele Fans anzulocken. Oder nicht?
TwittCoach: Es hat schon ein wenig Engagement und Zeit gekostet. Arbeit ist eher das falsche Wort. Es macht Spaß, so viele neue Menschen kennenzulernen.

pznews: Auf jeden Fall scheint es nicht ganz einfach zu sein, auf jede Frage eine 140-Zeichen-Antwort zu finden.
TwittCoach: Wenn sie spontan und schnell sein soll, kann das schon mal so sein.

pznews: Sie arbeiten an einem Buch über Twitter. Eigentlich ist die Plattform doch aber ganz leicht zu verstehen.
TwittCoach: Richtig, aber für viele eben doch nicht. Und es geht nicht nur um die Plattform, sondern auch um die vielen Zusatzapplikationen.

pznews: Sie folgen über 25 000 anderen Twitterern – Sie können doch unmöglich lesen, was die alles schreiben.
TwittCoach: Das ist auch nicht notwendig, ich nehme intuitiv das wahr, was mir grade wichtig ist. Lese meine Favoriten regelmäßig.

pznews: Ist Ihnen das virtuelle Gezwitscher jemals zu viel geworden?
TwittCoach: Am Anfang war es schon gewöhnungsbedürftig, weil neu. Doch ich habe gelernt, damit umzugehen, sodass kein Twitter-Stress entsteht.

pznews: Manche behaupten ja, Twitter töte unsere Kommunikationskultur. Ist da was dran?
TwittCoach: Nein, es verändert sie vielmehr und bietet den Menschen mehr Möglichkeiten. Twitter ist eine Kommunikationsrevolution!

pznews: Gibt es etwas, das sich nicht in 140 Zeichen ausdrücken lässt?
TwittCoach: Lange Texte und Zusammenhänge. Dazu eignet sich die Hompage oder ein Blogeintrag und die Verlinkung dorthin.

pznews: Wie viele neue Follower haben Sie im Laufe dieses Interviews dazugewonnen?
TwittCoach: Darauf habe ich nicht geachtet. Ich habe mich auf Ihre Fragen konzentriert.