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19.10.2009

Jahresbilanz am regionalen Ausbildungsmarkt

Unterm Strich lesen sich die Zahlen gut. Bis auf fünf Bewerber hat jeder Suchende rein rechnerisch eine Lehrstelle, ein Praktikum oder eine andere Qualifizierungsmaßnahme bekommen. Und sogar Lehrlinge aus insolventen Betrieben erhalten eine zweite Chance. Die Bemühungen und die gute Zusammenarbeit von Agentur, IHK und Handwerkskammer um den Nachwuchs an Fachkräften fruchten. Auch wenn die Auszubildenden einer ungewissen Zukunft entgegengehen. Denn die Stadt hat die meisten Arbeitslosen im ganze Land.

Die Statistik lässt allerdings auch Fragen offen. Wo sind die 380 Jugendlichen geblieben, die zwar bei der Agentur registriert waren, dann aber im Laufe des Jahres abgetaucht sind? Und was passiert mit Schülern, die etwa trotz Berufsvorbereitungsjahr oder Qualifizierung den Schritt in die Ausbildung nicht hinbekommen, weil sie keiner haben will? Natürlich gibt es beim Ringen um die Lehrstellen Menschen, die durchs Raster fallen. Für Ungelernte aber gibt es kaum noch eine Möglichkeit, etwas zu verdienen. Es ist dringend nötig, hinter die Zahlen zu schauen.