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Ausgetrickst:  Fürths Nicolai Müller (links) lässt den Karlsruher Timo Staffeldt stehen.
Ausgetrickst: Fürths Nicolai Müller (links) lässt den Karlsruher Timo Staffeldt stehen.
© Grundmann

KSC wie ein Abstiegskandidat

FÜRTH. Mit einem klaren Heimsieg hat Fußball-Zweitligist SpVgg Greuther Fürth den Fehlstart des Karlsruher SC perfekt gemacht. Neun Tage nach dem Pokal-Erstrundenaus unterlag das Gästeteam von Trainer Markus Schupp am Sonntag den Franken beim Zweitliga-Auftakt mit 1:4 (0:2).

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Torschützen für die Hausherren waren Bernd Nehrig (16. Minute) und Dani Schahin (24.) vor der Pause sowie Kingsley Onuegbu (75.) und Stephan Schröck (89.) nach dem Wechsel. Für die enttäuschenden Karlsruher verkürzte Anton Fink (59.).

Wiedergutmachung hatte KSC-Coach Schupp nach der bitteren 0:2- Pleite bei Zweitliga-Neuling FC Ingolstadt für den Auftritt in Fürth angekündigt. Doch davon war nichts zu spüren: Gleich mit der ersten Chance waren die Franken zur Stelle und machten durch Nehrig nach feiner Vorarbeit von Nicolai Müller die Führung perfekt. Wenige Minuten später ging es für die müde Gästeabwehr wieder einmal zu schnell und Schahin erhöhte.

Nach dem Wechsel legten die Gäste zunächst zu und wurden durch das Tor von Fink aus 17 Metern belohnt. Zu mehr reichte es aber nicht mehr, Fürth machte durch Onuegbu und Schröck alles klar.

KSC-Trainer Markus Schupp schickte Matthias Langkamp und Macauley Chrisantus nach ihren Verletzungen sofort mit der Startelf auf den Platz und ließ die Außenverteidiger die Seiten wechseln: Christian Demirtas spielte rechts, Matthias Zimmermann links. Die Abwehr war dennoch nicht stabil. Wenn sich Kapitän Alexander Iashvili und seine Mitspieler nicht schnellstens und deutlich steigern, ist der KSC als Abstiegskandidat einzustufen – nicht nur, weil er als Tabellenletzter dem zweiten Spieltag entgegensieht.

„In Ingolstadt war ich von der ersten Halbzeit enttäuscht“, kommentierte Vizepräsident Rolf Hauer die Leistung des KSC in den ersten 45 Minuten. „Heute aber war ich entsetzt! Kein Einsatz, keine Einstellung, kein System!“

Auch Trainer Markus Schupp sah Parallelen zum Spiel in Ingolstadt: „Wir waren wieder in den ersten 25 Minuten nicht auf dem Platz und haben uns zweimal über unsere rechte Abwehrseite katastrophal ausspielen lassen.“

Nach der Partie bilanzierte der KSC-Coach: „In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft ein anderes Gesicht gezeigt. Nach dem Anschlusstreffer waren wir dem 2:2 näher als Greuther Fürth dem 3:1“, fasste Schupp den zweiten Spielabschnitt zusammen. „Das 4:1 ist etwas zu hoch. So deutlich war der Unterschied nicht.“ Der KSC-Coach aber stellte unmissverständlich fest. „Die Ergebnisse und Leistungen“, in den ersten beiden Punktspielen „sind nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir müssen schleunigst die Kurve bekommen.“ fal/dpa

22.08.2010
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