

KARLSRUHE. Aller Voraussicht nach wird der Karlsruher SC Freitag Abend (18.00 Uhr) im Heimspiel gegen den MSV Duisburg „eine der jüngsten Abwehrketten aufbieten“, sagte Rainer Scharinger gestern, „die jemals im KSC-Trikot aufgelaufen ist.“ Denn gegenüber dem ersten Spiel unter seiner Regie am vergangenen Samstag in Bochum (1:1) haben sich die Personalsorgen des neuen KSC-Trainers vor seiner Heimpremiere noch vergrößert.
Matthias Langkamp, einer der besten KSCler in Bochum, hat sich beim verdienten Punktgewinn seine fünfte Gelbe Karte eingehandelt und ist gegen Duisburg gesperrt. Außerdem meldete sich am Mittwoch Andreas Schäfer krank. Dafür sind zwar Patrick Haag (KSC II) und Christian Demirtas aus dem Krankenstand zurück. Beide Spieler weisen aber noch einen Trainingsrückstand auf.
Unter diesen Umständen werde der KSC sicher kein Offensiv-Feuerwerk abbrennen und Duisburg an die Wand spielen können, meinte der Karlsruher Trainer. „Aber ich hoffe, dass wir den MSV an seinen Schwachstellen treffen können.“
Welche das sind, behielt Rainer Scharinger gestern ebenso noch für sich, wie den Plan, den er sich für das heutige Spiel ausgedacht hat. Seine letzten Entscheidungen hinsichtlich der Taktik und des Personals werden vermutlich aber erst heute fallen – nach einer letzten Trainingseinheit, „in der wir auf alles, an dem wir gearbeitet haben, noch einmal kurz eingehen“, und die auf 10 Uhr angesetzt ist. Vermutlich wird Kiliann Witschi an Stelle von Matthias Langkamp als Innenverteidiger auflaufen und Thorben Stadler links für Andreas Schäfer. Das schon angedeutete Durchschnittsalter der KSC-Abwehr mit Zimmermann (18), Müller (22), Witschi (25) und Stadler (21) läge dann bei etwas mehr als 21 Jahren.
Ansonsten bleibt die in Bochum erfolgreiche Elf aller Voraussicht nach unverändert. „Ich muss den Spielern jetzt einfach Sicherheit geben“, sagte Rainer Scharinger, und dazu gehöre auch eine gewisse Systemtreue, „aber keiner hat einen Freibrief.“ Darauf angesprochen, dass er heute sein erstes Heimspiel als KSC-Trainer bestreite, meinte Rainer Scharinger: „Meine Person darf nicht im Vordergrund stehen. Ich sehe mich bei diesem Spiel ganz weit hinten.“
Nicht – Zimmermann, St. Müller, Witschi, Stadler – Rupp, Staffeldt, Aduobe, Buckley – Iashvili, Cristea.
Autor: PZ-Mitarbeiter HANS FALSehr






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