nach oben
03.06.2009

Kampf um die Schule am Ort

Selten haben sich Bürgermeister so intensiv mit pädagogischen Fragen auseinandergesetzt. Es hat eine Weile gedauert, bis den Kommunalpolitikern klar wurde, welche Folgen die Werkrealschulpläne der Landesregierung für die einzelnen Orte haben können. Nun sehen sie, dass sich hinter den schulischen Veränderungen die Frage steckt, wer in Zukunft noch eine Schule im Ort haben wird und wer nicht mehr. Das Ringen um die Standorte hat begonnen.

Heute ist die Hauptschule in den meisten Orten noch immer die Schulart der kurzen Wege. Allerdings sind es immer weniger Kinder und Jugendliche, die auf diesen kurzen Wegen unterwegs sind. Kaum eine Hauptschule im Enzkreis hat heute noch mehr als eine Klasse pro Jahrgang. Die Schulen schrumpfen.
Das wird sicherlich dazu führen, dass für viele Schüler im Enzkreis die Wege weiter werden, weil die eine oder andere Einrichtung schließen wird oder ihre Selbstständigkeit verliert. Aber für neue pädagogische Konzepte werden nun mal die größeren Einheiten gefordert – ob das Ganztagsunterricht ist oder die neue Werkrealschule mit verschiedenen Fachprofilen. Und die Qualität des Unterrichts ist allemal wichtiger als der Weg dorthin.