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08.03.2010

Kinder statt Gepäck im Kofferraum verstaut

PFORZHEIM. Kombis haben viele Vorteile gegenüber anderen Autos. In den zumeist deutlich größeren Kofferraum kann man zum Beispiel auch sperrige Güter verfrachten, ohne dass Teile der Ladung aus dem Auto herausragen. Nur Kinder sollte man tunlichst nicht wie ein gewöhnliches Gepäckstück im Kofferraum verstauen. Dass dies teuer kommen kann, musste jetzt eine Familie aus Ludwigshafen erfahren, die von der Autobahnpolizei bei der A8-Anschlussstelle Heimsheim angehalten wurde.

Autofahrer auf der A8 meldeten am Freitagabend der Autobahnpolizei einen Fiat Kombi aus Ludwigshafen, in dessen Kofferraum ein Kind während der Fahrt herumturnte. Eine Polizeistreife konnte gegen 20 Uhr den Wagen an der Anschlussstelle Heimsheim einer Kontrolle unterziehen.

Dabei wurde festgestellt, dass eine Familie aus Ludwigshafen mit fünf Erwachsenen und zwei Kindern im Alter von sechs und sieben Jahren unterwegs zu einer Hochzeit war. Da die fünf vorhandenen Sitzplätze bereits mit den Erwachsenen belegt waren, wurden die Kinder völlig ungesichert im Kofferraum des Kombi zwischen Gepäck und Decken transportiert.

Die Autobahnpolizei untersagte die Weiterfahrt. Die Familie durfte ihre Fahrt erst fortsetzen, nachdem ein zweites Fahrzeug aus Ludwigshafen zur Verfügung stand.

Im Regelfall verhängt die Zentrale Bußgeldstelle Karlsruhe für die ungesicherte Beförderung mehrerer Kinder ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro sowie einen Punkt in Flensburg. In diesem Falle hat die Polizei die Verhängung eines erhöhten Bußgeldes angeregt. pol