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04.12.2008

Konjunkturpaket der Bundesregierung

Jeder Fünfte in Deutschland bangt um seinen Arbeitsplatz. Jeder Zweite stellt sich darauf ein, im kommenden Jahr mit weniger Geld auskommen zu müssen, wie eine Umfrage zeigt. Aber was die Bürger noch dringender brauchen als Geld ist Sicherheit.

Vielerorts herrscht die Angst, dass man wegen der 300 Euro, die man heute für einen neuen Fernseher ausgibt, später möglicherweise pleite geht und als Hartz-IV-Empfänger endet.
Das jetzt verabschiedete Konjunkturpaket ist wenig dazu angetan, an diesem Gefühl etwas zu ändern. Zu unüberschaubar sind die einzelnen Maßnahmen, zu ungewiss, was letztlich beim Einzelnen ankommt.
Die Bundesregierung hat es verpasst, ein klares Signal zu setzen und damit bei der breiten Masse wieder Vertrauen in die Zukunft zu schaffen. Sie setzt auf Investitionen und der Arbeitnehmer muss hoffen, dass er am Ende auch tatsächlich davon profitiert, weil seine Firma vielleicht einen Auftrag bekommt – und er seinen Job bis dahin noch hat. Denn in Sachen Arbeitsplatzsicherung wirkt die Politik noch viel zu wenig auf die Unternehmen ein. Das zeigt nicht zuletzt der Fall BayernLB, wo der Staat Milliarden gibt und Tausende Jobs dann trotzdem gestrichen werden.